Der einfache Zugang zu Trinkwasser in Honduras ist nicht selbstverständlich. Dort wo Leitungswasser zur Verfügung steht, kommt es nur für wenige Stunden am Tag. Die Rohrleitungen sind in schlechtem Zustand. Häufig versickert das Wasser bevor es bei den Menschen ankommen kann. Ebenso fehlen Kapazitäten um die notwendigen Mengen an sauberem Trinkwasser zu erzeugen. ‘Der schwierige Zugang zu Trinkwasser in Honduras’ weiterlesen
Archiv für das 'Trinkwasser'-tag
Wie selbstverständlich kommt bei uns Wasser in Trinkqualität aus dem Wasserhahn und Strom aus der Steckdose. In Guatemala ist diese Situation alles andere als normal. Die Wasserqualität ist schlecht, der Strom fällt regelmäßig aus. Und wenn der Strom ausfällt gibt es auch kein Wasser, da die Wasserpumpen Strom benötigen. In unserem Kinderdorf wurde deshalb eine eigene Versorgung installiert. ‘Trinkwasser und Strom für das Kinderdorf in Guatemala’ weiterlesen
Haiti -Die Situation nach dem Erdbeben ist für die Bevölkerung weiterhin nicht zufriedenstellend. Viele Menschen sind noch immer obdachlos oder leben in sehr behälfsmäßigen Zelten. Die Regenzeit hat begonnen, die wenigen verbliebenen Habseligkeiten schwimmen davon oder bleiben durch den ständigen Regen immer feucht. Die Zeltstädte wachsen weiter. Anstelle einer provisorischen Unterkunft werden sie für lange Zeit das Zuhause vieler Menschen sein. ‘Haiti – Leben im feuchten Zelt’ weiterlesen
Karlsruhe – Sonntag, 18. April 2010
Haiti: Hoffnung inmitten von Trauer und Zerstörung
10:30 Uhr:
Einlass
10:30 Uhr:
Begrüßung; Geschäftsführer Heiko Seeger
Gedenken an die Opfer des Erdbebens, Markus Streit
Grußwort: Bürgermeister Michael Obert
11:00 Uhr:
Berichte über Haiti – vor und nach dem Erdbeben
Silvia Reiter, Nicole Kruß, Unternehmerinnen aus Karlsruhe
und Heiko Seeger ‘Karlsruhe – Informationsveranstaltung – Haiti’ weiterlesen
Trinkwasser ist in Haiti blaues Gold
Für Menschen in westlichen Kulturkreisen ist der Zugang zu sauberem Wasser selbstverständlich. Ganz anders in vielen Staaten der Dritten Welt. In Haiti beispielsweise, einem der ärmsten Länder der Welt, haben Millionen von Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Erdbeben vom 12. Januar hat die Situation noch einmal dramatisch verschärft. Bereits vor dem Beben musste die Bevölkerung Wasser kaufen. Heute muss ein Haitianer für knapp 19 Liter Wasser mehr als 4,50 Euro bezahlen. Da mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in Armut lebt und mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen muss, ist Wasser für viele ein unerschwinglicher Luxus. Das international tätige Hilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ lieferte bereits vor dem Erdbeben im Rahmen des Sankt Lukas Nachbarschaftsprogramms täglich rund 80.000 Liter sauberes Wasser in die Slums von Port-au-Prince. Seit dem Erdbeben sind es rund 136.000 Liter pro Tag.
Der Weg des Wassers zu den durstigen Menschen
Gegen 8:00 Uhr haitianischer Zeit verlassen ein Fahrer und zwei Mitarbeiter von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ das Krankenhausgelände des Kinderhilfswerks. Dort waren nach dem Erdbeben zeitweise bis zu 500 Verletzte täglich behandelt worden. Mit einem Tanklastzug, der rund 11.000 Liter Wasser fasst, fahren die Mitarbeiter zur Wasserquelle.
Meist ist die Schlange sehr lang, dann heißt es geduldig warten, oft mehr als eine Stunde. Das Auftanken dauert nur zehn Minuten.
Alle Wasserlieferungen gehen in die Slums von Port-au-Prince. Einige davon nach Wharf Jeremie, einen der gefährlichsten Slums der Welt. Er liegt in Cité Soleil – übersetzt heißt das Sonnenstadt – die doch so wenig Wärme bietet. Vielmehr ist Cité Soleil das Elendsviertel von Port-au-Prince, in dem bis vor dem Beben Hunderttausende in bitterster Armut lebten. Das Wenige, das die Menschen besaßen, nahm ihnen das Erdbeben. Trotz hoher Kriminalitätsrate fühlen sich die Mitarbeiter von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in den Slums weitgehend sicher. Die Hilfsorganisation ist in Haiti bekannt für ihr soziales Engagement und ihren Mitarbeitern wird eine hohe Wertschätzung entgegengebracht. In Cité Soleil warten die Menschen bereits auf das kostenlose Wasser. Um schnell zu den Menschen zu gelangen, fährt der Tanklastzug auch durch enge Gassen und unwegsames Gelände.
Geordnete Wasserverteilung erleichtert die Arbeit
„Wasser, Sankt Lukas ist da, Wasser, Wasser“, ruft ein kleiner Junge, der den Lastwagen von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ mit dem einprägsamen Logo erspäht. Nach diesem Hinweis des Kindes dauert es keine fünf Minuten bis sich hunderte von Erwachsenen und Kinder beim Wassertanklastwagen einfinden. Jeder von ihnen kennt die Spielregeln. Wer sich nicht in die Schlange stellt, erhält kein Wasser.
Während ein Mitarbeiter den Wasserhahn bedient, kontrollieren die beiden anderen die Schlange und sorgen für Ruhe und Ordnung, indem sie mit den Menschen reden. Jeder aus der Schlange darf nur zwei Behälter auffüllen. Mit diesem Wasser müssen die Menschen gut haushalten und das bei Temperaturen von derzeit über 30 Grad Celsius. Auf die Frage, ob das Wasser reicht, bis der nächste Transport kommt, antwortet eine Frau: „Natürlich nicht, aber wir sind jedes Mal dankbar, wenn der Transporter kommt. So bleibt uns und den Kindern ein langer Fußmarsch erspart. Das Wasserholen ist einer von unzähligen Kämpfen hier, die wir jeden Tag zu meistern haben.“ Und ein rund 9-jähriges Mädchen schildert ihre Erfahrungen: „Ich lebe bei meiner Tante. Sie ist gerade auf dem Markt. Ich muss dafür sorgen, dass es zu Hause Wasser gibt, sonst muss ich es später sehr weit entfernt holen.“ Wenn das Kind den Wassertanklastzug von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ versäumt, muss es in einem der Nachbarorte nach Wasser fragen. Diese sind mitunter vier bis fünf Kilometer entfernt. Und falls es Wasser gibt, kann es vorkommen, dass das Kind einen 20-Liter-Behälter den ganzen Weg zurück tragen muss. Wenn es kein Wasser gibt, was auch häufig vorkommt, muss das kleine Mädchen durstig nach Hause.
Damit die Wasserlieferungen auch weiterhin aufrechterhalten und ausgeweitet werden können, bittet „Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.“ um Spenden auf das Konto 12.000 bei der Sozialbank Karlsruhe, Bankleitzahl 660 205 00.
oder unter
Dr. Peter Tinnemann nahm an UN-Treffen teil. Dadurch entstand auch die Zusammenarbeit mit einem US Krankenhausschiff. Auch Medikamente konnten beschafft werden. Die größten Organisationen kamen bei diesen Treffen zusammen, ebenso viele freiwillige Helfer. Es wurde gemeinsam eine Infrastruktur erstellt.
Die UN hatte den größten Teil ihrer Lagerzentren verloren und eine nicht unerhebliche Anzahl an Mitarbeitern.
Senator Edwards hat in seinem Privatflieger mehrere Patienten in die USA ausgeflogen.
Die Auswirkungen, die das Erdbeben auf die zivile Infrastruktur hat, sind mit keinem anderen Beben in der Vergangenheit vergleichbar. Das Erdbeben war sehr stark. Die Häuser in Haiti waren absolut nicht erdbebensicher gebaut, es war eine sehr kostengünstige Bauweise aus einer Mischung aus wenig Zement und viel Sand – eine unkontrollierte Bauweise. Im Gegensatz dazu ist unser Krankenhaus sehr stabil konstruiert.
In der Stadt waren viele Straßen gesperrt, die Menschen übernachteten auf den Straßen aus Angst vor Nachbeben.
Man musste mit ihnen sprechen und die Nachbeben erklären. Dr. Peter Tinnemann hat ein Nachbeben miterlebt – innerhalb von drei Minuten war das gesamte Krankenhaus evakuiert.
Innerhalb einer Woche entstanden die Zeltstädte, die ersten waren nicht organisiert. Es gab kein Wasser, keine Nahrungsmittel, keine Toiletten, Exkremente liegen überall. Durchfallerkrankungen werden stark befürchtet mit Einsetzen der Regenzeit. Es gab jeden Tag ein UN Meeting zur Gesundheit und eines zur sanitären Versorgung.
Es gibt auch Camps mit mehreren 10.000 Menschen. Die Menschen wollen nicht aus der Stadt ausquartiert werden.
Als Dr. Petter Tinnemann den Eindruck hatte, dass das St. Damien Krankenhaus gut funktioniert, zog er gemeinsam mit den Mitarbeitern des St. Luke Programms in die Camps, um die Menschen dort zu versorgen. Sie waren „ein Funken der Hoffnung“, versorgten die Verletzten und gaben ihnen Wasser. Die Menschen erkundigten sich nach den Straßenschulen. Es gab kein Chaos bei der Versorgung, die Menschen standen alle ordentlich in der Schlange.
Dr. Peter Tinnemann war auch in Léogane. Léogane war am nächsten am Epizentrum des Erdbebens dran. 90% der Stadt sind zerstört. Viele Menschen haben die Städte verlassen und sind aufs Land gezogen. Sie sind damit aus dem Blickfeld der Hilfeleistungen geraten. Die Ressourcen sind nicht gleich verteilt. Die ländlichen Gegenden sind extrem arm, teilweise nicht landwirtschaftlich zu bebauen.
Es ist sehr staubig in der Stadt, es herrscht eine große Luftverschmutzung – Atemwegsinfektionen und Lungenentzündungen werden befürchtet.
Die haitianische Regierung ist nicht arbeitsfähig – sie hat Mitarbeiter, Gebäude und Akten verloren. Sie ist selbst geschockt. Sie macht im Moment nicht viel für die Bevölkerung, sondern braucht Hilfe von außerhalb.
Die Haitianer hoffen, dass die internationale Gemeinschaft ihnen hilft. Die ganze Welt weiß von Haiti. Es gibt viele clevere Leute dort, sie sind bereit harte körperliche Arbeit zu leisten. In Haiti ist ein Neuanfang laut Dr. Peter Tinnemann sehr viel versprechend.
Haiti hat kein Militär. Tinnemann kann Kritik am US Militär nicht nachvollziehen:
“Es war notwendig, dass sie den Flughafen übernahmen.”
Dr. Peter Tinnmemann ist zum Ende seines Einsatz mit dem von der Bild-Aktion “Ein Herz für Kinder” gesponserten Hubschrauber in die Dominikanische Republik ausgeflogen worden. Von dort trat er den Rückflug nach Deutschland an.
Die Organisation UNSERE KLEINEN BDÜRDER UND SCHWESTERN hat laut Dr. Peter Tinnemann einen ganz anderen Zugang zu den Menschen in Haiti als andere Organisationen:
“Sie sind hautnah dran, auch an den ärmsten Gegenden.”
Dr. Peter Tinnemann war beeindruckt und überwältigt von der Unterstützung vor Ort und von der Medienpräsenz in Haiti. Doch als er nach Deutschland zurückkam, war Haiti aus der Medienlandschaft fast schon verschwunden. Als der Alltag im Krankenhaus einkehrte, waren auch die Medien weg.
Dr. Peter Tinnemann plant im März wieder nach Haiti zu reisen.
“Es gibt noch so viel zu tun.”
Eindrücke nach dem Einsatz als Arzt in Haiti / Teil 2
Eindrücke nach dem Einsatz als Arzt in Haiti / Teil 1
Spenden an:
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.
Konto 12 000
Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
oder
St. Lukas Nachbarschafts-Programm
Das St. Lukas Nachbarschaftsprogramm verfolgt vier Schwerpunkte: Bildung für Kinder aus den Slums, würdige Beerdigung für Verstorbene, medizinische Betreuung und die Versorgung der Slums mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser.
Straßenschulen
In den Slums der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince haben Pater Richard Frechette und ehemalige Heimkinder 18 Straßenschulen errichtet. Hier erhalten die Kinder Unterricht, bekommen eine warme Mahlzeit und werden medizinisch versorgt. Insgesamt profitieren mehr als 5.300 haitianische Kinder und Jugendliche von diesem Programm.
Würdige Beerdigung
Täglich fordert die Armut in Haiti viele Menschenleben. Viele werden in Massengräbern verscharrt oder einfach auf der Straße liegen gelassen. Wöchentlich holt Pater Frechette 150 bis 200 Leichen aus der Leichenhalle ab und beerdigt die Toten würdevoll.
St. Lukas Gesundheitszentren
Um den ärmsten der Armen direkte medizinische Versorgung zu gewähren, werden über das St. Lukas Nachbarschaftsprogramm zwei Gesundheitszentren in den Slums von Port-au-Prince betrieben. Außerdem führt das St. Luke Gesundheits-Team regelmäßige Sprechstunden und Notfallbehandlungen an verschiedenen Orten in den Slums durch.
Neu wurde in diesem Jahr ein Zentrum für die medizinische Versorgung von werdenden Müttern eingerichtet.
Versorgung der Slums
Täglich werden knapp 80.000 Liter Wasser durch Tanklastwagen angeliefert. Somit erhalten mehr als 2.500 Familien Zugang zu sauberem Wasser.
Folgen des Erdbebens
Alle Programme der Nachbarschaftshilfe werden so bald wie möglich wieder aufgenommen und auch wieder aufgebaut werden. Das Ausmaß der Zerstörungen ist hier noch nicht abzusehen.
Die Mitarbeiter des St. Lukas Nachbarschaftsprogramms leisten auch direkte Nothilfe nach dem Erdbeben, darunter Bergung von Verschütteten, Beerdigung von Toten, Ausgabe von Trinkwasser und Essen. Außerdem helfen sie beim Betrieb des Krankenhauses maßgeblich mit.
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Der 8-jährige Luke und seine 6-jährige Schwester Violetta waren ausser sich vor Freude, im Tagescamp einzutreffen. Diese 6 Stunden Aufenthalt am Tag geben ihnen Gelegenheit aus ihrer Behelfsunterkunft heraus zu kommen, weg aus dem zerstörten Viertel, wo sie leben. Es liegt nur 5 Straßenzüge entfernt vom St. Damien Kinderkrankenhaus entfernt. Genannt wird es “Das Viertel in der Nähe der amerikanischen Botschaft”. Es ist eines von insgesamt 4 Vierteln, die von unserem Team betreut werden.
Die Kinder werden um 7.oo Uhr morgens abgeholt und um 15.00 Uhr zurück gebracht. Ältere Mitbrüder oder Jugendliche, die in unserem Heim in Haiti aufwuchsen, organisieren Aktivitäten und bereiten Essen für die Kinder. Sie werden vom Programmleiter Alfonso Leon und dem Sozialarbeiter Philippe beaufsichtigt und angeleitet.
Heute stand auf dem Tagesplan Singen, ein Segen von Pater Rick, Karaoke, Fußball, Seilspringen, gespielte Sketche und eine Lese-Stunde.
Kurz nachdem die 86 Kinder ankamen, aßen sie frische Weizenbrötchen aus unserer Bäckerei in Francisville mit Erdnussbutter und einem Glas Milch. Zum Mittag gab es Reis, Bohnen, Würstchen, Blattsalat, Tomaten und Maissalat.
Luke erklärte uns, dass seine Familie seit dem Beben wenig zu essen habe. Violetta sagte, dass es ihr im Tagescamp gefällt und dass sie jeden Tag kommen möchte. Gegenwärtig haben die Kinder der einzelnen Viertel aber nur im Rotationsverfahren Zugang zum Camp.
Über 30 ältere „Pequenos“ (spanisch für Brüder) sind der Schlüssel, um aus diesem Vorhaben einen Erfolg zu machen. Nachdem sie selbst viele persönliche Verluste erleiden mussten, haben sie die innere Kraft, diesen Kindern beizustehen und für sie eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Es ist wahrhaftig ein Zeugnis für Wassons Philosophie des Teilens und praktizierter Wohltätigkeit.
Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende an:
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Kinder einer Straßenschule in Haiti
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. in Haiti:
Gegründet: 1988
Leiter: Priester und Arzt Richard Frechette CP
Mitarbeiter: zur Zeit rund 600 Haitianer, darunter viele, die in unserem Kinderdorf aufgewachsen sind, und ca. 100 internationale freiwillige Helfer
Unsere Projekte und Hilfsprogramme im Kurzüberblick:
- Kinderdorf „St. Hélène“ mit 350 Kindern und Platz für die Notaufnahme von über 500 weiteren Kindern
- Kinderkrankenhaus „St. Damien“, mit 2.600 stationären und 27.000 ambulanten Behandlungen in 2009
- 18 Schulen in Cité Soleil und anderen Slums für 5.300 Kinder; inklusive Schulspeisung und medizinischer Versorgung
- Krankenstationen in fünf verschiedenen Gebieten der Slums von Port-au-Prince – 30.000 Behandlungen pro Jahr
- Schwangeren- und Geburtsvorsorgezentrum
- Behindertentherapiezentrum St. Germaine
- Versorgung mit Trinkwasser an acht Stellen in den Slums mit täglich 80.000 Litern
- Berufsausbildungszentrum „Francisville“ in Tabarre mit Bäckerei und Ziegelei; Schuhmacherei und Werkstatt für Seifenproduktion sind im Aufbau
- Behindertenschule in unserem „Father Wasson Center“ in Pétionville
- Universitätsprogramm und Begabtenförderung, ebenfalls im „Father Wasson Center“
- Katastrophenhilfe vor Ort auch in abgelegenen Regionen
- Wiederaufbau nach den Überschwemmungen 2004 und 2008
- Sport- und Freizeitgestaltung für Menschen aus den Slums zur Vorbeugung von Kriminalität
- Beerdigungen
- Kredit- und Kleinkreditprojekte
Im vergangenen Jahr haben über 75.000 Menschen von diesen Programmen profitiert. Dieses Jahr müssen wir noch viel mehr Menschen helfen. Durch die Beschäftigung in der Wiederaufbauhilfe können wir weitere Haitianer schulen und ihnen ermöglichen, für sich selbst und ihre Familien zu sorgen.
Trinkwasser, Essen, Medizin und Seuchen-Aufklärung für die ärmste Bevölkerung
Port-au-Prince/Karlsruhe. Die vielen Spendengelder zeigen große Wirkung in Haiti: Das Hilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.“ verteilt an die Not leidende Bevölkerung täglich 5.000 frischgebackene Brötchen, sauberes Trinkwasser und klärt die Menschen auf, wie Seuchen verhindert werden können. Auch die Suche der Organisation nach personeller Unterstützung für das Krankenhaus in Haiti war erfolgreich. Der aus Uetze/Niedersachsen stammende Krankenpfleger Jan Weber ist gemeinsam mit der Krankenschwestern Nunja Pilz seit Donnerstag Nacht im Krankenhaus „St. Damien“ im Einsatz. Heike Needham aus Wachtberg reist heute ins Kinderkrankenhaus. Am Samstag werden weitere Deutsche von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.“ entsendet, um in Haiti zu helfen. Die meisten von ihnen haben schon früher im Krankenhaus von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ auf Haiti mitgearbeitet und können daher besonders wirkungsvolle und schnelle Hilfe leisten.
Zwei Stunden Schlaf, dann stand die erste Nachtschicht im Krankenhaus „St. Damien“ für die neu angekommenen Krankenpfleger an. Viel Zeit zum Ausruhen hatten sie nach der langen Reise über die Dominikanische Republik ins Krisenzentrum Port-au-Prince nicht. Die Suche von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.“ nach Unterstützung durch medizinisches Personal war erfolgreich. Am Wochenende werden die Apothekerin Dagny Henning aus Hamburg sowie der Krankenpfleger Petr Zemlicka und die Krankenschwester Kathrina Edenharter aus Neumarkt/Bayern nach Haiti ausreisen. Insgesamt sind bereits über 80 Katastrophen-Freiwillige aus verschiedenen Ländern für „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Haiti im Einsatz.
Ein medizinisches Team der internationalen Hilfsorganisation konnte gestern erstmals vom stark frequentierten Krankenhaus „St. Damien“ zu einer der vielen Notunterkünfte im Stadtgebiet von Port-au-Prince gelangen. Der deutsche Arzt Peter Tinnemann berichtet: „Sie haben kein Essen, kein Wasser, keine sanitären Anlagen und keine medizinische Versorgung. Diese Camps sind eine große Herausforderung für alle Organisationen.“ Das Team verarztete rund 40 Menschen und gab wichtige Hinweise, wie die Gefahr von Seuchen gebannt werden kann.
Vor dem Erdbeben lieferte „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ täglich 80.000 Liter Trinkwasser zu den ärmsten Menschen in den Slums von „Cité Soleil“ – kurz nach dem Erdbeben wurde die Verteilung von Trinkwasser wieder gestartet. Die Zahl der einheimischen Mitarbeiter des „St. Luke“-Programms der Organisation, die sich um die ärmste Bevölkerung kümmern, ist inzwischen auf 400 angestiegen. Unsere 200 haben Freunde und Verwandte mobilisiert, um ehrenamtlich zu helfen. Das ist ein Fokus der Strategie, mit der das Hilfswerk in Haiti arbeitet: Hand in Hand mit der einheimischen Bevölkerung. Außerdem ging es immer darum, Arbeitsplätze zu schaffen und jungen Menschen die Erlernung eines handwerklichen Berufs zu ermöglichen. Gerade jetzt zeigt diese Strategie Wirkung: In der Bäckerei des Berufsausbildungszentrums „St. Franziskus“ werden täglich 5.000 Brötchen gebacken und an die Bevölkerung verteilt. „Es ist wie ein Wunder, so einen wundervollen Duft zu riechen“ berichtet ein Mitarbeiter, der in den letzten Tagen meist den süßlichen Verwesungsgeruch in der Nase hatte. Neben der Bäckerei gibt es eine Werkstatt, die Betonsteine herstellt, die für den Wiederaufbau immens wichtig sein werden.
Konto 12 000
Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
Stichwort: Erdbeben Haiti
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