Mehr als 450.000 Menschen sind derzeit in Haiti an Cholera erkrankt, mindestens 6.000 bereits daran gestorben. Damit sind über vier Prozent der Haitianer von der Krankheit betroffen. Trotzdem verlassen viele Experten und Hilfskräfte das Land, weil ihnen die Mittel fehlen, um die medizinische Versorgung aufrecht zu erhalten. Nicht so nph deutschland | UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN. Als Teil des internationalen Kinderhilfswerks nuestros pequeños hermanos (nph) sind wir seit 1988 vor Ort und werden es auch bleiben. ‘Haiti: Wir sind gekommen, um zu bleiben’ weiterlesen
Archiv für das 'Pétionville'-tag
Bei der Verteilung von Lebensmitteln in der Gegend von Port-au-Prince gehen diese 3 bis 14jährigen Kinder immer leer aus. Sie stellen sich an, haben aber kaum eine Chance, etwas zu bekommen. So werden diese Kinder automatisch zu Bettlern. ‘Haiti – eine warme Mahlzeit für Straßenkinder’ weiterlesen
Auch wenn die Situation in Haiti aktuell nicht mehr im Fokus der Medien steht, ist es traurige Realität, dass das Leben dort auch Monate nach dem Erdbeben alles andere als „normal“ abläuft. Besonders die Kinder leiden unter den Lebensbedingungen, wie sie in der Hauptstadt Port-au-Prince momentan vorherrschen. ‘Haiti – Eine warme Mahlzeit als Chance’ weiterlesen
Myriams Geschichte vom 12. Januar bis heute.
Es gibt zahllose Geschichten vom 12. Januar in Haiti, die niemand erfahren hat. Herzzerreißend, grotesk und ungerecht. Geschichten, die sich in das Gedächtnis jener, die hier waren, eingebrannt haben und uns, die wir nicht dort waren, unfassbar scheinen. Die Menschen, die es miterlebt haben, sind in grauenvolle körperliche und seelische Zustände gestoßen worden. Sie hatten keine Sekunde Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Jene, die überlebt haben, tragen nun Narben jeder Art und können ihre neue Wirklichkeit nur schrittweise begreifen. ‘Haiti – Kleine Wellen der Hoffnung’ weiterlesen
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN hilft den Menschen in Haiti seit 22 Jahren. Nach dem Erdbeben am 12. Januar konnte UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN schnell, unkompliziert und umfangreich helfen. Die sehr gute Infrastruktur, die die Organsiation in den über 20 Jahren ihrer Hilfe in Haiti aufgebaut hat, blieb in wesentlichen Teilen funktionsfähig. In den letzten Monaten wurde die Hilfe weiter ausgebaut. Neue Projekte für den Wiederaufbau sind in Planung. ‘Haiti – Hilfe für ein geschundenes Land seit 22 Jahren’ weiterlesen
Karlsruhe – Sonntag, 18. April 2010
Haiti: Hoffnung inmitten von Trauer und Zerstörung
10:30 Uhr:
Einlass
10:30 Uhr:
Begrüßung; Geschäftsführer Heiko Seeger
Gedenken an die Opfer des Erdbebens, Markus Streit
Grußwort: Bürgermeister Michael Obert
11:00 Uhr:
Berichte über Haiti – vor und nach dem Erdbeben
Silvia Reiter, Nicole Kruß, Unternehmerinnen aus Karlsruhe
und Heiko Seeger ‘Karlsruhe – Informationsveranstaltung – Haiti’ weiterlesen
Nicht nur die Schwerverletzten mussten versorgt werden, sondern auch alle anderen Menschen auf dem Krankenhausgelände. Es wurde täglich Essen für alle vorbereitet und ausgegeben. Ein italienischer Bäcker backte jeden Tag Pizzabrot für alle. Laut Dr. Peter Tinnemann verlief die Essenausgabe stets ganz zivilisiert.
Sowohl Patienten als auch Angestellte hatten Angst das Gebäude zu betreten. Dr. Peter Tinnemann sagte, das Krankenhaus war gespenstisch leer, die Betten verlassen, Essen und Medikamente lagen herum. Die Schwestern hatten sich im Freien kleine Stationen eingerichtet. Die Patienten wurden später ganz sensibel daran gewöhnt sich dem Gebäude wieder zu nähern. Anfangs wurden sie nur auf dem Flur untergebracht und dann nach einigen Tagen nach und nach ins Gebäude verlegt.
Dr. Peter Tinnemann schlief nachts auf einer Matratze auf dem Dach des Krankenhauses. Es war sehr kalt.
Nach drei Tagen wurde das erste Kind im Krankenhaus geboren.
Langsam kehrten immer mehr Mitarbeiter zurück, Apotheker, Krankenschwestern, sowie das Reinigungspersonal. Es wurde sehr auf Hygiene geachtet.
Neben dem Krankenhaus befanden sich zwei Zelte der UN, in denen Kinder untergebracht wurden, die jemand aus den Trümmern der Krankenhauses in der Stadt gerettet und ins St. Damien gebracht hatte. Die Kinderabteilung dieses Krankenhauses war nach dem Erdbeben komplett kollabiert. Schwestern kümmerten sich Tag und Nacht um diese Kinder. Viele waren geistig und körperlich behindert. Gena und ihr Team nahmen sich der Kindern an und beschützten sie vor überstürzten Adoptionen.
St. Damien war das einzige funktionierende Kinderkrankenhaus in ganz Port-au-Prince, woraufhin Dr. Peter Tinnemann auch anderen Organisationen anbot, verletzte Kinder zu uns zu bringen. „Ärzte Ohne Grenzen“ brachte täglich etwa 10 Kinder. Auch die Angehörigen der Patienten erhielten einen Schlafplatz im St.Damien.
Patienten mit Bauch- oder Brustverletzungen hatten keine Überlebenschancen. Die meisten Patienten im Krankenhaus hatten Verletzungen an den Extremitäten, Weichteilverletzungen, Knochenbrüche, Kopfverletzungen, Wirbelsäulenverletzungen und Gesichtsverletzungen.
Glücklicherweise bestand die Blutbank noch und versorgte das Krankenhaus mit Blutkonserven.
Ein mobiles OP-Team aus der Dominikanischen Republik, bestehend aus sechs Chirurgen, kam ins St. Damien Krankenhaus. Sie hatten sich ganz schnell organisiert und waren bereit die Gipse für die Verletzten herzustellen und anzulegen. Auch einer der bekanntesten Ärzte der Dominikanischen Republik war unter ihnen. Die italienische Hilfsorganisation „Protezione Civile“ baute in Zelten mobile OPs auf. Sie hatten auch ein mobiles Röntgengerät dabei, das sehr hilfreich war. Auch zahlreiche Ärzteteams aus den USA kamen. Dr. Peter Tinnemann lobte das Engagement der ausländischen Helfer. Es gab ausreichend Mediziner, jedoch einen Mangel an Pflegepersonal.
Nach 10 Tagen kamen immer noch Patienten, die nur notdürftig versorgt worden waren und suchten im St. Damien Krankenhaus Hilfe.
Das St.Damien Krankenhaus verfügt über drei Brunnen, so dass alle Menschen mit Wasser versorgt werden konnten. Es konnte sogar Wasser außerhalb des Krankenhauses verteilt werden.
Nach ein paar Tagen kamen Sozialarbeiter und boten den Menschen psycho-soziale Unterstützung. Die Menschen hatten das Bedürfnis ihre Geschichten zu erzählen, sie mussten ihr Leid verarbeiten.
Dr. Peter Tinnemann sorgte langsam für Ordnung auf dem Krankenhausgelände. Er war nach eigenen Angaben die meiste Zeit am Telefon und hat wenig am Patienten gearbeitet. Tinnemanns Aufgabe war es auch die Ärzteteams zu organisieren und die Ausstattung zu koordinieren. Die Kommunikation wurde besser. Tinnemann und eine amerikanische Kollegin dienten als Bindeglied zwischen den einheimischen Mitarbeitern und den ausländischen Helfern.
Regelmäßig kamen Transporte mit Ausrüstung und Medikamenten aus der Dominikanischen Republik an. Dr. Peter Tinnemann berichtete, dass es keine großen Probleme gab Transporter von der Dominikanischen Republik nach Haiti zu schicken – Dank der guten Zusammenarbeit und dem Bekanntheitsgrad von NPFS.
Eindrücke nach dem Einsatz als Arzt in Haiti / Teil 3
Eindrücke nach dem Einsatz als Arzt in Haiti / Teil 1
Spenden an:
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.
Konto 12 000
Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
oder
Einrichtungen in Pétionville
“Padre Wasson Center”
Zentrum für Therapie, Ausbildung und Verwaltung.
“Kay Eliane”
Tageseinrichtung für behinderte Kinder mit Förderschule und Physiotherapie im „Padre Wasson Center“
Folgen des Erdbebens
Das siebenstöckige „Padre Wasson Center“ wurde durch das Erdbeben außerhalb der Unterrichtszeit komplett zerstört. Einige Mitarbeiter wurden darunter begraben, zwei von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden.

Durch diese Türen gingen Zehntausende Hilfesuchende in den letzten 15 Jahren. Das Erdbeben setzte ein furchtbares Ende.
Spenden an:
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.
Konto 12 000
Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
oder

Kinder einer Straßenschule in Haiti
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. in Haiti:
Gegründet: 1988
Leiter: Priester und Arzt Richard Frechette CP
Mitarbeiter: zur Zeit rund 600 Haitianer, darunter viele, die in unserem Kinderdorf aufgewachsen sind, und ca. 100 internationale freiwillige Helfer
Unsere Projekte und Hilfsprogramme im Kurzüberblick:
- Kinderdorf „St. Hélène“ mit 350 Kindern und Platz für die Notaufnahme von über 500 weiteren Kindern
- Kinderkrankenhaus „St. Damien“, mit 2.600 stationären und 27.000 ambulanten Behandlungen in 2009
- 18 Schulen in Cité Soleil und anderen Slums für 5.300 Kinder; inklusive Schulspeisung und medizinischer Versorgung
- Krankenstationen in fünf verschiedenen Gebieten der Slums von Port-au-Prince – 30.000 Behandlungen pro Jahr
- Schwangeren- und Geburtsvorsorgezentrum
- Behindertentherapiezentrum St. Germaine
- Versorgung mit Trinkwasser an acht Stellen in den Slums mit täglich 80.000 Litern
- Berufsausbildungszentrum „Francisville“ in Tabarre mit Bäckerei und Ziegelei; Schuhmacherei und Werkstatt für Seifenproduktion sind im Aufbau
- Behindertenschule in unserem „Father Wasson Center“ in Pétionville
- Universitätsprogramm und Begabtenförderung, ebenfalls im „Father Wasson Center“
- Katastrophenhilfe vor Ort auch in abgelegenen Regionen
- Wiederaufbau nach den Überschwemmungen 2004 und 2008
- Sport- und Freizeitgestaltung für Menschen aus den Slums zur Vorbeugung von Kriminalität
- Beerdigungen
- Kredit- und Kleinkreditprojekte
Im vergangenen Jahr haben über 75.000 Menschen von diesen Programmen profitiert. Dieses Jahr müssen wir noch viel mehr Menschen helfen. Durch die Beschäftigung in der Wiederaufbauhilfe können wir weitere Haitianer schulen und ihnen ermöglichen, für sich selbst und ihre Familien zu sorgen.
‘Unsere Projekte und Hilfsprogramme in Haiti’ weiterlesen
Langsam sieht das St. Damien Krankenhaus wieder wie vor dem Erdbeben aus – abgesehen von den großen sichtbaren Rissen, die ihre Spuren auf fast allen der Wandmalereien hinterlassen haben. Die Patienten befinden sich inzwischen im Inneren des Krankenhauses oder sind zu anderen Krankenhäusern gebracht worden. Der Anteil an Kindern steigt kontinuierlich und immer weniger Familien campen draußen auf dem Grundstück. Die noch verbleibenden Familien wohnen alle zusammen in einem Bereich des Gartens.
Heute sind 58 neue Patienten hergekommen, von denen wir 17 aufgenommen haben. Nach wie vor operieren wir in zwei OP-Sälen. Heute hatten wir 13 große OPs. 4 Patienten (2 Kinder und 2 Erwachsene) sind zur Behandlung zum Latzarettschiff USS Comfort geschickt worden.
Freiwillige Helfer kommen und gehen. Eine große Gruppe amerikanischer Ärzte hat uns heute Nachmittag verlassen und eine neue Gruppe von italienischen Fachkräften ist angekommen. Wir haben noch immer einen ernsten Engpass an Krankenschwestern und suchen nach wie vor inner- und außerhalb von Haiti.
Heute haben wir eine neue Neu-Geborenen-Station eröffnet. Wir haben dort derzeit 5 Mütter und 6 Babies (ein Paar Zwillinge) und eine weitere kleine Seele wird wahrscheinlich geboren, während ich diese Zeilen schreibe. Die Babys sind im Alter von wenigen Minuten bis zu ca. 2,5 Wochen. Das Kleinste von ihnen wiegt weniger als 3 Pfund. Das Ärzte-Team aus Israel hat die Brutkästen gespendet. Eine Erweiterung im Krankenhaus ist ein Raum zur Schmerzbehandlung. Von einem slovakischen Voluntär-Team sind 7 Zelte zur Aufnahme von Patienten, das gesamte Grundstück sowie das Krankenhaus desinfiziert worden.
Cassandra Chapman, Voluntaer-Koordinatorin und Robin Schwarz (beide sind vor Ort in aus unserem Krankenhaus St. Damien)


















