Unsere Kinder im Kinderdorf in Peru sind viel beschäftigt. Von 7:00 bis 14:00 Uhr sind sie in der Schule, verbringen zwei Stunden am Tag mit Hausaufgaben und helfen anschließend bei einer Reihe von Aufgaben im Haushalt. ‘Traditionelle Tänze und „Trompitos“ in Peru’ weiterlesen
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Peru – Zur medizinischen Vorsorge unserer Kinder gehört auch eine gute Zahnpflege. Ein Team von Zahnärzten besuchte deshalb unsere Kinder im Kinderdorf von NPH (Nuestros Pequenos Hermanos) in Peru.
Als dieses Wochenende zwei Autos voller Zahnärzte in unserem Heim in Lunahuaná eintrafen, gab es einige angespannte Gesichter! Aber während viele Kinder Angst vor einem Zahnarztbesuch haben, waren die meisten von ihnen hier in Peru begeistert über diesen Besuch, der vom Rotary Club Lima-Sunrise organisiert worden war.
Die Sprechstunde, die den gesamten Vormittag dauerte, hatte nicht nur zum Ziel, die 66 derzeit im Heim lebenden Kinder zu untersuchen und zu behandeln. Darüber hinaus wurden sie mit neuen Zahnbürsten und zeitgemäßem Rat zu vorbeugender Zahnpflege versorgt.
Im Verlauf des Vormittags füllte jedes Kind einen Fragebogen über den Zustand der eigenen Zähne und seine Essgewohnheiten aus, nahm an einem Kurzvortrag über Mundhygiene teil, erhielt eine nagelneue Zahnbürste sowie eine Tube Zahnpasta und wurde von einem der Zahnärzte untersucht.
Die Ärzte lobten Kinder und Angestellte für die allgemein gute Mundhygiene im Heim, die sie einer guten Ernährung und der beispielhaften Anleitung der Betreuer zuschrieben. Dennoch gab es unter all dem Strahlen auch ein paar „Wackelzähne“. Der 12jährige Hector musste all seinen Mut zusammen nehmen, als ihm gesagt wurde, dass zwei seiner Zähne gezogen werden müssten. Aber die Prozedur verlief ohne Tränen und Hector genoss das spätere Abendessen ohne die vorherigen Beschwerden durch seine schlechten Zähne.
Lima-Sunrise führt seine Unterstützung fort und hat vor, uns Wasserfilter zu schicken. Diese würden das Heim mit kostenlosem Trinkwasser versorgen und es den Kindern ermöglichen, sich die Zähne mit sauberem Wasser zu putzen. Außerdem werden die Aufzeichnungen der Untersuchungen ausgewertet und mit Empfehlungen für die zukünftige Zahnpflege zurückgeschickt, was den Angestellten dabei helfen wird, die Gesundheit unserer Kinder aufrecht zu erhalten.
NPH PERU schickt ein strahlendes Lächeln und ein großes Dankeschön an den Rotary Club Lima-Sunrise für die fortwährende Unterstützung.
Das schwere Erdbeben in Chile hat auch leichte Beben in Peru ausgelöst. Unser neues noch im Bau befindliches Heimgelände in der Stadt San Vincente de Cañete liegt in der Küstenregion, aber einige Kilometer vom Strand entfernt. Eine Bedrohung durch den Tsunami bestand daher nicht. Die Stadt Lunahuaná, in der unsere Kinder derzeit noch leben, liegt etwa eine Autostunde von der Küste entfernt in den Bergen. In der Region Ica, die südlich an den Verwaltungsbezirk grenzt, in dem sich unser Kinderheim befindet, wurden leichte Beben registriert. Den Kindern geht es gut. Verletzte oder Schäden hat es in unserem Kinderheim keine gegeben.
Unsere Kinder und Mitarbeiter erinnern sich noch sehr genau an das Erdbeben in Peru vor zweieinhalb Jahren. Im August 2007 wurde Peru von einem heftigen Erdbeben der Stärke 8.0 auf der Richterskala erschüttert, bei dem mehr als 500 Menschen ihr Leben verloren. Der Andenstaat befindet sich geografisch im so genannten “Ring of Fire” des Pazifischen Ozeans, in dem sich 85 Prozent der weltweiten seismischen Aktivitäten abspielen.
Das Erdbeben im Jahre 2007 richtete auch in der Stadt Lunahuaná, in der sich unser Kinderheim befindet, großen Schaden an. Viele öffentliche Gebäude und private Wohnungen wurden völlig zerstört. UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. unterstütze arme Familien in Lunahuaná beim Wiederaufbau und baute Behelfsklassenräume für die 590 Schüler der Gemeinde, da die Schule seit dem Erdbeben Einsturz gefährdet ist und nicht mehr genutzt werden kann.
Unsere Kinder und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, um im Katastrophenfall eine Evakuierung der Gebäude schnellstmöglich durchführen zu können. Jedes Beben weckt die Erinnerungen und Ängste and die Katastrophe vor einigen Jahren und verunsichert Kinder sowie Mitarbeiter vor Ort.
Verständlicherweise verlassen die Menschen in den betroffenen Gebieten auch bei leichten Beben ihr Haus. Sie kampieren im Freien aus Angst vor weiteren und stärkeren Beben. Bei stärkeren Erdstößen schlafen unsere Kinder und Mitarbeiter gemeinsam im Speisessaal, der aus Bambusmatten gefertigt ist und daher keine Gefährdung darstellt.
Mit der Zeit gewöhnt man sich an häufige leichte Beben, aber die Angst vor neuen und stärkeren Beben lässt sich nie ganz aus dem Alltag verdrängen.
Peru Unsere Familie in Peru wächst beständig. Die Kinderzahl ist 2009 von 43 auf 70 angestiegen. Es wird eng in den gemieteten Häusern.
Doch die Bautätigkeiten für unser neues Kinderdorf schreiten zügig voran: zwei Wohnhäuser sind bereits im Rohbau fertiggestellt und sollen im Sommer 2010 bewohnbar sein.
Spenden an:
UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.
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Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
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