In unseren Kinderdörfern werden die Kinder rund um die Uhr betreut. Um die pädagogische Qualität der Betreuung sicherzustellen, wurde auf internationaler Organisationsebene ein Familiy Service Team geschaffen. Der Pädagoge Markus Streit ist Mitglied dieses Teams. Er schreibt von seiner aktuellen Reise nach Nicaragua. ‘Pädagogische Betreuung der Kinder in Nicaragua’ weiterlesen
Archiv für das 'Pädagogik'-tag
Ein Vorzeige-Projekt in Sachen ökologische Landwirtschaft ist unser Kinderdorf „Casa San Salvador“ in Mexiko. Seit 2007 werden weder Pestizide noch Insektizide verwendet, sondern nur noch organischer Dünger. Verantwortlich dafür ist Luis Morales Quintero, seines Zeichens Veterinär und Leiter der „Granja“. ‘Alles Öko in Mexiko’ weiterlesen
Vom 19. September bis 3. Oktober führen die Freunde der Erziehungskunst ihren dritten notfallpädagogischen Einsatz in der Erdbebenregion Haiti durch, in dem es darum geht, bereits angelegte Strukturen nachzuarbeiten. Außerdem soll den vor Ort tätigen Fachkräften in ihrer Arbeit mit traumatisierten Kindern eine Vielfalt an pädagogischen Methoden vermittelt werden, um die fachliche Arbeit nachhaltig zu sichern. ‘Dritter notfallpädagogischer Einsatz in Haiti’ weiterlesen
Digyana ist eine ehemalige Bewohnerin unseres Kinderdorfes in Honduras. Sie studiert nun Pädagogik an der Universidad Nacional Autonoma in Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras. Insgesamt belegt sie in diesem Semester fünf Kurse. Das Semester teilt sich in 3 Phasen auf. Nach jeder dieser Phasen werden Prüfungen geschrieben. ‘Digyana aus dem Kinderdorf in Honduras studiert Pädagogik’ weiterlesen
Vor sieben Jahren hat die Deutsche Harriet Wiedemann, die als Volontärin ins Kinderdorf kam, angefangen, mit den Babys und Kleinkindern zu arbeiten. Daraus entwickelte sich ein ganzes Vorschulprogramm nach dem Ansatz der Montessori Pädagogik. Christiane Reiss, unsere Länderreferentin für Guatemala, interviewte Harriet Wiedemann zu den Anfängen des Projekts und der Entwicklung. ‘Interview zum Montessori Kindergarten in Guatemala’ weiterlesen
Im Juni besuchten uns mehrere Studenten von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN aus Honduras in unserem Büro in Karlsruhe. Digyana Hernandez studiert Pädagogik in Honduras. Sie schilderte uns eindrucksvoll ihre Kindheit und wie sie in unser Kinderdorf kam. Digyana erzählte uns ausserdem von ihren Beweggründen Pädagogik zu studieren. Hier ihr kompletter Bericht. ‘Die Studentin Digyana aus Honduras berichtet aus ihrem Leben’ weiterlesen
In den Kinderdörfern von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN e.V. in Lateinamerika steht die ganzheitliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes im Vordergrund. Für unsere jüngsten Kinder beginnt die Förderung mit verschiedenen Programmen der frühkindlichen Erziehung und dem Besuch unserer eigenen Kindergärten und Vorschulen. ‘Die ganzheitliche Entwicklung der Kinder ist wichtig’ weiterlesen
Mexiko Die Kindheit ist eine Zeit der Neugier und der lehrsamen Erlebnisse. Vor zwei Wochen konnten wir den jüngsten unserer Kinder einen ganz besonderen Tag bereiten. Dank einer großzügigen Spende aus Holland schließt sich unserer Farm jetzt ein Lehrbereich an. In Zusammenarbeit mit Biofauna, einem regional ansässigen Verein zur Umwelterziehung, ermöglichten wir unseren Kindern unter Einbeziehung unseres Farmtiernachwuchses einen Tag „im Streichelzoo“ (Granja Didáctica).
Der Tag war sowohl lehrreich als auch spannend. Die Vereinsmitarbeiter hielten die mitgebrachten Tiere zunächst versteckt während sie die Wichtigkeit des richtigen Umgangs mit Tieren erklärten. Unseren Kindern fiel die wichtige Aufgabe zu, die Tiere zu halten und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Liebe zu vermitteln.
Als die unterschiedlichen Arten von Tieren gezeigt wurden, sah man überall lächelnde Gesichter und deutende Finger. Der Verein brachte unseren Kindern bei, wie man Meerschweinchen, Hasen, Küken, Entchen, Tauben und sogar Mäuse richtig hält und streichelt. Einige der Kinder hatten ein bisschen Angst davor, die Tiere zu halten und dachten, dass ein Tier sie verletzen könnte. Aber die Betreuer versicherten ihnen die Gefahrlosigkeit und schon bald knuddelten die Kinder Hasen und sahen fasziniert zu, wenn eine Taube auf ihrem Finger saß. Unsere Kinder hatten großen Spaß dabei, ihre Tiere mit denen ihrer Freunde zu vergleichen und zeigten den Betreuern und Vereinsmitgliedern stolz, dass in ihren Armen sogar ein Hase eingeschlafen war.
Sobald sich alle unserer Kinder mit den Tieren auf dem Arm wohlfühlten, ging es weiter in die Ställe der Farmtiere im Lehrbereich, um etwas über Ziegen und Schweine zu lernen. Normalerweise sehen unsere Kinder die Schweine erst, wenn sie bereits viel größer sind und die Ziegen, wenn sie als Statisten in der Weihnachtsaufführung der Schule mitwirken. Aber an diesem Tag sollten unsere Kinder sehen, wie sich diese Tiere benehmen, solange sie noch jung sind und wir waren alle überrascht, wie laut eines der Ferkel quiekte. Ob es Angst vor uns hatte? Die Betreuer mahnten die Kinder, sehr still und ruhig mit dem Ferkel umzugehen. Die Kinder beruhigten sich zuerst, danach das Ferkel. Als es ganz still geworden war nahm es eins der Vereinsmitglieder hoch und brachte es herüber, so dass alle Kinder es streicheln konnten. Manche der Kinder waren ein wenig verhalten dabei, etwas zu streicheln, was nur wenige Minuten zuvor so furchtbar gequiekt hatte. Aber ein zehnjähriges Mädchen ging geradewegs auf das Ferkel zu, lächelte und sagte: „Keine Sorge, ich tu dir nichts!“ Indem sie das Ferkel streichelte, zeigte sie uns, wie man Vertrauen aufbaut. Viele unserer Kinder hatten wohl keine gesunde, vertrauensvolle Beziehung zu den Menschen in ihrem Leben bevor sie in unser Heim kamen. Der Einsatz von Tieren war eine tolle Möglichkeit, ihnen indirekt nahe zu bringen, dass solch wichtige Beziehungen noch immer aufgebaut werden können.
Auch im weiteren Verlauf des Tages hatten die Kinder noch viel Spaß mit den Tieren. In den Ziegenställen wendeten sie ähnliche Vertrauens-Aufbau-Methoden an und zum Schluss fühlten sich die Ziegen sogar wohl dabei, ihnen aus der Hand zu fressen. Wir schlossen den Tag mit einer Malstunde ab. Manche unserer Kinder setzten vor dem Malen ihre Tiere zurück aber andere zogen es vor, mit einer Hand zu malen und mit der anderen ihr Tier zu halten. Als es an der Zeit war, die Tiere zurückzubringen, kümmerten sich unsere Kinder darum, dass die Tiere sicher in ihre Käfige gesetzt wurden und schließlich erhielten alle noch antibakterielles Desinfektionsmittel für die Hände.
Als unsere Kinder den Lehrbereich der Farm verließen und dabei mit Freunden und Betreuern glücklich Geschichten über ihre Erfahrungen austauschten, war ganz offensichtlich, dass sie diesen fröhlichen und lehrreichen Tag sehr genossen hatten!
Liebe NPH Familie,
Zunächst möchten wir uns bei allen für ihre Unterstützung und Hilfsbereitschaft in diesen schwierigen Zeiten bedanken. Wir wissen all eure Hilfe zu schätzen!
Nach dem Erdbeben mußte sich unser NPH Haiti – Teams zunächst um die Sicherheit unserer Kinder bemühen und dann auf die Verletzten konzentrieren. Nachdem dies erreicht wurde, begannen wir schwerpunktmäßig mit der Versorgung zu uns kommender neuer Waisenkinder.
Nach Schätzungen der UN gibt es 600 Zeltstädte, welche Tausend bis mehrere Zehntausende von Menschen beherbergen. Dort gibt es keine sanitären Anlagen, kein Essen, kein Wasser und keine medizinische Versorgung. Es ist unser Ziel, diese Menschenansammlungen mit unseren medizinischen Hilfstrupps und Essensausgaben zu erreichen. Wir möchten ein Programm einrichten, das insbesondere den Kindern Zugang zu einer sauberen Umgebung, Essen, Wasser und Aktivitäten ermöglicht.
Dieses ‘Tagescamp’ soll für die Kinder sein, die in diesen Zeltstädten leben. Unser Team wird dort mit der Arbeit beginnen, wo wir ohnehin schon Kontakte durch das Saint Luke Nachbarschafts – Programm haben. In dieser Umgebung sind wir bekannt und genießen Vertrauen. Mit Hilfe des St. Luke-Personals und jenen ‚Ehemaligen’, die in unserem Waisenhaus St. Helen in Kenscoff aufwuchsen, werden wir Kinder zu unserem Tagescamp bringen und sie abends wieder bei ihren Eltern abliefern.
Wir werden ein Aufnahmeverfahren in Gang setzen für diejenigen, die nach Prüfung der Sachlage keine Familie mehr haben. Da es in Haiti eine Anzahl von Adoptionsprogrammen bereits vor dem Beben gab, müssen wir ebenfalls feststellen, für welche Kinder es bereits Adoptionsversprechen im Rahmen des jeweiligen Programms gegeben hatte. Waisen und offensichtlich von den Eltern ausgesetzte Kinder, die nicht auf ein laufenden Adoptionsverfahrens warten, werden in unserer Familie in St. Helen aufgenommen. Es ist damit zu rechnen, dass es schwierig sein wird herauszufinden, ob es sich um Waisen handelt. Der Integrationsprozess ziemlich mühsam sein.
Alfonso Leon von den NPHI – Familiendiensten leitet ein Team zum Start dieses Programms. Ihm stehen 25 Ehemalige als Helfer zur Seite sowie ein Koch für die Mahlzeiten. 2 große Zelte mit einer Kapazität für 50 Personen sind auf dem St. Luke Fußballplatz innerhalb des Kay Germaine-Geländes errichtet worden. Das St. Damien-Hospital befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Wir senden weitere Informationen, sobald sie verfügbar sind.
Vielen Dank,
Monica Gery
(Anmerkung der Redaktion: NPH ist die Abkürzung für unseren spanischen Namen “Nuestros Pequenos Hermanos”. Im englsichen bedeutet es “Our little Brothers And Sisters”. Die entsprechend deutsche Übersetzung lautet: UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN)
Am Sonntag, 24. Januar 2010, hat das Team von 25 Mitarbeitern des St. Luke-Programms etwa 100 Kinder an den Orten in Port au Prince, wo sie in Zelten oder unter freiem Himmel lagern, besucht und Hilfe gebracht.
Für Waisenkinder oder verlassene Kinder, die auf der Straße alleine umherirren, haben wirPlatz für 50 Kinder in Zelten auf einem Fußballplatz auf dem Gelände unseres Behindertenzentrum Kay St. Germaine geschaffen.
Unser Mitarbeiter Alfonso Leon und sein Team haben in der dominikanischen Republik bereits 300 Matratzen, einen Sprühapparat zur Insektenbekämpfung und Desinfektion, zwei große Gasflaschen und zwei große Gasbrenner und die nötigen Utensilien zum Kochen und Essen gekauft.
Für den Transport von Kindern und Material hat vorübergehend unser Kinderheim in der Dominikanischen Republik zwei Trucks dafür zur Verfügung gestellt.
Konto 12 000
Sozialbank Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
Stichwort: Erdbeben Haiti
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