Die Versorgung mit Strom hat in Honduras noch keine lange Geschichte. Beim Bau des Kinderdorfes war es deshalb eine der ersten Aufgaben die Stromversorgung sicherzustellen. Die Nachbarorte des Kinderdorfes hatten bis in die 90er Jahre keinen Strom. Der nächstgelegen Ort Tamal y Queso ist immer noch nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Ca. 55% der Landbevölkerung in Honduras leben ohne Anschluß an eine regelmäßige Stromversorgung.
Regelmäßig fällt das öffentliche Stromnetz aus. Das Hochspannungsnetz versagt an vielen Stellen. Kurze Stromunterbrechungen sind normal. Während der Regenzeit können die Ausfälle auch mehrere Stunden dauern. Im Kinderdorf Rancho Santa Fé wurde deshalb ein Dieselgenerator installiert. Bei Ausfällen des öffentlichen Stromnetzes übernimmt er die Versorgung mit Energie. Der Betrieb ist durch die hohen Dieselpreise jedoch recht kostenintensiv.
In der Mehrzahl der Haushalte in Honduras wird mit Feuerholz gekocht. Im Kinderdorf können die Herde in der Hauptküche sowohl mit Feuerholz als auch mit Gas betrieben werden. Dies ist um mehr als die hälfte günstiger, als wenn mit Strom gekocht werden müsste.
Abhängig von der Menge des Verbrauchs liegen die Preise für eine kWh Strom bei ca. 0,03 € bis 0,10 €. Haushalte, die weniger als 500kWh Strom pro Monat verbrauchen erhalten eine finanzielle Unterstützung vom Staat. Dies hat große Nachteile erlaubt es doch den staatlichen Energieversorgern nicht, notwendige Investitionen in das öffentliche Stromnetz durchzuführen. Zusätzlich entstehen finanzielle Verluste durch Strom-Diebstahl, Betrug und Abrechnungsfehler.
Die häufigen kurzen Stromausfälle sind vor allem für den Betrieb von Computern im Kinderdorf kritisch. Gemeinsam mit Spendern wurde deshalb ein Batterie-System zur unterbrechungsfreien Stromversorgung installiert. Bei kurzen Ausfällen des Stromnetzes übernehmen die Batterien die Stromversorgung für die Computersysteme. Ähnliche Anlagen werden auch in Europa für den problemlosen Betrieb von Computern eingesetzt. Das Batterie-System wird derzeit weiter ausgebaut.
In diesem Jahr werden in verschiedenen Gebäuden des Kinderdorfes solarbetriebene Warmwasseraufbereitungen installiert. Vorrangig in den Wohngebäuden, der Küche und der Krankenstation können dadurch die Stromkosten deutlich reduziert werden.
Die notwendigen Kraftstoffe für den Betrieb von Autos etc. werden von Honduras vollständig aus Mexiko oder Venezuela importiert.
Dank Ihrer Unterstützung konnte die Energieversorgung des Kinderdorfes deutlich verbessert werden. Strom ist mit wenigen Ausfällen verfügbar. Die Stromkosten können durch die neue Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung erheblich gesenkt werden. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin, damit wir unseren Kindern ein lebenswertes Umfeld in einer guten Infrastruktur bieten können. Über MyGoodShop können Sie z.B. konkrete Produkte für unser Kinderdorf in Honduras spenden. Danke!



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