Der einfache Zugang zu Trinkwasser in Honduras ist nicht selbstverständlich. Dort wo Leitungswasser zur Verfügung steht, kommt es nur für wenige Stunden am Tag. Die Rohrleitungen sind in schlechtem Zustand. Häufig versickert das Wasser bevor es bei den Menschen ankommen kann. Ebenso fehlen Kapazitäten um die notwendigen Mengen an sauberem Trinkwasser zu erzeugen.
In vielen ländlichen Gebieten wird Wasser aus natürlichen Flüssen verwendet. Die Menschen sammeln Wasser in Fässern, die ganz Armen sogar in alten CocaCola Flaschen. Verwendet wird es meist zum Baden oder zum Waschen ihrer Kleidung. Wasser über das öffentliche Leitungsnetz ist leider wegen des sehr schlechten Zustands nicht verfügbar.
Leitungswasser in Honduras ist kein Trinkwasser! Das Leitungswasser ist unbehandelt und nicht gechlort wie zum Beispiel bei uns. Normales Trinkwasser müssen die Menschen in 1,5 Literflaschen für ca. 1.50 USD kaufen. Für viele ist das sehr teuer.
Das Kinderdorf in Honduras verfügt über eine sehr gute Wasserversorgung. Benutzt wird eine Serie von Sandfiltern, Reinigungsanlagen und Qualitätskontrollen. Dadurch kann die Reinheit des Trinwasser sichergestellt werden. Verwendet werden zwei Systeme: eines zur reinen Trinkwasserversorgung und ein zweites zur für Brauchwasser zum Baden, Reinigen und Waschen. In Betreuung und Pflege der Anlage wird viel Zeit investiert. Leider sind aktuell durch den Tropensturm Agathe Schäden am Versorgungssystem entstanden. Eien derzwei Wasserpumpen des Brunnens ist defekt. Ebenso sind mehrere Rohrleitungen zerstört.
Vor ein paar Wochen wurde ein weiteres System in Betrieb genommen. Damit wird Grauwasser aufbereitet, dass zum Gießen der Felder und Futteranbau für die Kühe verwendet werden kann.
In der Zeit von November bis April ist es in Honduras sehr trocken. Aus diesem Grund haben wir zwei Wasser-Reservoirs mit ungefähr 20.000m3 Wasser. Ca. 6 Monate kann sich das Kinderdorf mit diesem Vorrat in der trockenen Zeit bei wenig Regen versorgen.

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