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Pastafabrik in Haiti eröffnet

Ein neuer Meilenstein für die Verantwortlichen des Kinderhilfswerks UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN in Haiti ist die Eröffnung der Pastafabrik auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Francisville. Dort befinden sich bereits eine Druckerei, eine Ziegelei, in der Bausteine hergestellt werden und eine Bäckerei, die die Erdbebenopfer seit Januar mit Brot und Brötchen versorgt.

Das Team unserer neuen Pastafabrik in Haiti

Das Team unserer neuen Pastafabrik in Haiti

Nun kommt die Pastafabrik hinzu. Sie bedeutet für die Menschen Hoffnung und Fortschritt. Durch die Pastaproduktion in Haiti können die knurrenden Mägen vieler Kinder gefüllt werden. Die Jugendlichen aus dem Kinderdorf des Kinderhilfswerks und den Armenvierteln von Port-au-Prince finden Arbeit in der Fabrik, die zugleich eine Ausbildungsstätte ist.

Das verheerende Erdbeben vom 12. Januar hinterließ bei vielen Opfern körperliche und seelische Wunden. Eine der größten Herausforderungen nach dem Beben war die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser. Das Kinderhilfswerk UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN war eine der ersten Organisationen, die den Opfern unmittelbar helfen konnte: durch medizinische Betreuung der Verletzten und durch die Versorgung der heimatlos gewordenen Menschen mit Essen und Trinken. Diese Versorgung hält bis heute an.

450kg Makkaroni wwerden an einem Tag in der Pastafabrik produziert.

450kg Makkaroni wwerden an einem Tag in der Pastafabrik produziert.

Zur Eröffnung der Pastafabrik haben es sich italienische Helfer zur Aufgabe gemacht, insgesamt zehn junge Haitianer in die Kunst der Pastaproduktion einzuführen. Während eines zehntägigen Intensivkurses, lernten die jungen Männer in kleinen Gruppen die Herstellung verschiedener Pastasorten. Bereits am ersten Tag nach dem Kurs produzierten die Mitarbeiter 450 Kilogramm Makkaroni. Wie erfolgreich das Unternehmen schon jetzt arbeitet zeigt sich daran, dass es bereits nach wenigen Tagen Anfragen von Missionsstationen und Restaurants nach den begehrten Teigwaren gab. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird der Betrieb sich selbst tragen, so, wie es der Philosophie von Pater Richard Frechette, Nationaldirektor von UNSERE KLEINENBRÜDER UND SCHWESTERN in Haiti, entspricht.

Weil UNSERE KLEINENBRÜDER UND SCHWESTERN die selbst produzierten Nahrungsmittel an die Erdbebenopfer kostenlos abgibt, bittet das Kinderhilfswerk auch weiterhin um Spenden über seinen Online-Spenden-Shop MyGoodShop. Herzlichen Dank!

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2 Responses to “Pastafabrik in Haiti eröffnet”


  • Ich spreche Ihnen für diese Leistung meine Hochachtung aus. Genau das ist der Weg, um wieder auf die Beine zu kommen: Etwas für den täglichen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu produzieren und den Überschuss abzugeben an Bedürftige – oder gegen Bezahlung wie in diesem Fall an Restaurants, um mit dem Erlös weiter arbeiten zu können und somit Arbeitsplätze zu schaffen. Ich wünsche Ihnen allen weiterhin viel Erfolg bei allen Aktionen, damit wieder ein normales Leben für alle einkehren kann.
    Viele herzliche Grüße von Karin Lindke

  • Liebe Karin Lindke,

    haben Sie recht herzlichen Dank für Ihr Lob. Das freut uns und ist Ansporn, uns auch weiterhin nach Kräften für unsere Kinder in Lateinamerika und der Karibik einzusetzen. Mit unserem Engagement tragen wir die Philosophie unseres Gründervaters, Padre William B. Wasson, weiter. Er setzte sich Zeit seines Lebens dafür ein Kindern und Jugendlichen ein Zuhause und eine Familie zu schenken, in der sie alles erhalten, was sie brauchen, um in der Zukunft ein chancenreiches, selbstständiges Leben jenseits von Not und Armut führen zu können. Auf der Grundlage von christlichen Werten wie Nächstenliebe, Anerkennung, Teilen, Mitarbeit und Verantwortung erziehen wir in unseren Kinderdörfern die Kinder liebevoll und sie lernen – oft zum ersten Mal in ihrem Leben – familiäre Geborgenheit kennen. Besonders wichtig sind uns eine schulische Bildung und fundierte Ausbildung. Denn nur durch Bildung können unsere 3.500 Kinder und Jugendlichen dem Kreislauf von Not und Armut entfliehen und sich zu eigenständigen und verantwortungsvollen Bürgern entwickeln. Wie erfolgreich unser Konzept der “großen Familie” ist, zeigt sich daran, dass viele ehemalige Heimkinder den Kontakt zu uns halten und im Notfall – wie bei dem Erdbeben in Haiti – zu ihrer Familie zurückkehren um zu helfen. Das zeigt uns: Unsere Kinder begreifen sich als Brüder und Schwestern, die füreinander einstehen und sich gegenseitig unterstützen.

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