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Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft

Die Ausbildung der Kinder in unseren neun Kinderdörfern läuft nach ähnlich gestalteten Programmen ab: Die kleinsten besuchen die Vorschule, bevor sie in die Grundschule und dann in die Mittelschule wechseln. Nach Beendigung dieser – nach dem 9. Schuljahr – folgt für die meisten unserer Jugendlichen ein sogenanntes “Familienjahr”. Nach diesem sozialen Dienstjahr beginnen die einen ihre Berufsausbildung, andere besuchen die Oberschule bis zum Abitur. Im Anschluß daran starten diese jungen Erwachsenen dann ihre Ausbildung oder ein Studium. In der Regel leisten unsere Studenten nach dessen Abschluß noch ein bis zwei weitere soziale Dienstjahre.

Schritt 1: Vorschule

Was Hänschen nicht lernt…

Intensive Betreuung der Kinder in der Vorschule

Intensive Betreuung der Kinder in der Vorschule

Die kleinen Kinder werden in der Vorschule nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Der Leitgedanke dieser erprobten und bewährten Lernform lautet: “Hilf mir, es selbst zu tun”. Unter der Anleitung von Erziehern und Erzieherinnen werden die Kleinsten dort liebevoll und geduldig auf den Schulbesuch vorbereitet.

Schritt 2: Schule

Übung macht den Meister!

Schulunterricht für die Mädchen und Jungen

Schulunterricht für die Mädchen und Jungen

Die Mädchen lernen in der Grundschule lesen schreiben und rechnen. Auch ca. 780 aus den umliegenden Ortschaften konnten wir im letzten Jahr den Schulbesuch ermöglichen. Außerdem lernten in unseren seperaten Slumschulen in Haiti 4.500 Kinder lesen und schreiben.

Schritt 3: Berufsausbildung

Handwerk hat goldenen Boden!

Ausbildung zur Näherin oder Schneiderin.

Ausbildung zur Näherin oder Schneiderin.

In unseren Kinderdörfern in Honduras, Guatemala und El Salvador arbeiten wir mit den staatlichen Handwerkskammern zusammen. So bekommen unsere Jugendlichen nach erfolgreichem Abschluß ihrer Ausbildung ein anerkanntes Zertifikat, das ihnen die besten Möglichkeiten für den Start ins Berufsleben bietet. In den Werkstätten lernen die Jugendlichen nicht nur einen soliden Beruf, mit dem sie sich später selbstständig machen können. Sie stellen auch nützliche Dinge für das Kinderdorf her: Möbel, Schuhe, Kleidung und vieles mehr.

Schritt 4: Studium

Hoch hinaus!

Alicia Magdalena Marroquín Peña aus Mexiko in der Universität

Alicia Magdalena Marroquín Peña aus Mexiko in der Universität

2008 haben 130 unserer jungen Erwachsenen an einer Universität studiert. Wir freuen uns, dass sie mit ihrem Wissen und ihren christlichen Werten die Voraussetzungen haben, sich aktiv für die Entwicklung ihrer Heimatländer einzusetzen und diese voranzubringen. Wie z.B. Merlin (30 Jahre) aus Honduras, der im letzten Jahr sein Medizinstudium erfolgreich beendet hat. Oder Yader (28 Jahre) aus Nicaragua, der seinen Magisterabschluß in Diplomatie und Politikwissenschaften erreichte.

Das Soziale Jahr

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.

Josué hilft auf der Farm in Honduras

Josué hilft auf der Farm in Honduras

Das Soziale Jahr heißt bei uns “Familienjahr” (ano familiar). In diesem Jahr arbeiten die Jugendlichen im Heim mit – zum Beispiel als Kinderbetreuer. Oder sie helfen in der Küche, der Bäckerei, im landwirtschaftlichen Bereich, in den Werkstätten, im Krankenhaus oder im Büro. Diese Art des “Wiedergebens” ist für unsere jungen Erwachsenen ein besonders wertvoller Lebensabschnitt, der zugleich die Gemeinschaft fördert. Sie erleben sich als jemand, der mit ganzer Kraft etwas für die Heimfamilie leisten kann, der gebraucht wird. Wir stärken so ihren Glauben an sich selbst und lehren sie, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur mit ihren manuellen und geistigen Fähigkeiten, sondern auch mit der Fähigkeit ihres Herzens.

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