Die ganzheitliche Ausbildung unserer Kinder in den Kinderdörfern ist uns sehr wichtig. Mit sechs bis sieben Jahren beginnt für unsere Kinder der Besuch einer Grundschule. Fast alle unsere Kinderdörfer verfügen über eine eigene Grund- sowie über eine eigene Mittelschule. Diese werden auch von Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft und aus umliegenden Gemeinden besucht, da die staatlichen Schulen alleine oftmals der großen Anzahl an Schülerinnen und Schülern nicht gerecht werden können.
Darüber hinaus verfügt unser Kinderdorf in Mexiko sogar über eine Fachoberschule, die von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach dem erfolgreichen Abschluss der Mittelschule besucht wird. Dort können sie dann zwischen verschiedenen Schullaufbahnen (Tourismus, Buchhaltung, Kindererziehung, IT, Elektrotechnik) auswählen.
Besonderen Wert legen wir auf den Englischunterricht, der sehr häufig von Freiwilligen aus Europa und den Vereinigten Staaten übernommen wird. Auch bieten wir hier, je nach den spezifischen Möglichkeiten des jeweiligen Kinderdorfes, Zusatzkurse und Nachhilfeunterricht an. Gute Englischkenntnisse gehören zu den Voraussetzungen für ein Universitätsstudium.
Talentierten Schulabgängern ermöglichen wir den Besuch einer Universität und unterstützen sie als Studentinnen und Studenten mit Stipendien. Außerdem unterhalten wir Wohnheime für unsere Studierenden außerhalb unserer Kinderdörfer in Mexiko, Nicaragua, Guatemala, El Salvador und Honduras.
Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich für eine praktischen Ausbildungsberuf entscheiden, stehen in vielen Kinderdörfern Ausbildungszentren zur Verfügung. Damit die Ausbildungsabschlüsse auf den lokalen Arbeitsmärkten anerkannt werden, arbeiten wir eng mit den jeweiligen Industrie- und Handwerkskammern zusammen: Von den öffentlichen Stellen zertifizierte Lehrkräfte und Handwerksmeister schulen unsere Auszubildenden; einzelne Prüfungen werden von den Handwerkskammern abgenommen. Hinzu kommen mehrwöchige Praktika in Handwerks- und Industriebetrieben, die die Ausbildung unserer Jugendlichen und jungen Erwachsenen abrunden.
Auch bieten wir Kindern mit Konzentrations- und Lernschwierigkeiten individuelle Hilfe und Betreuung, um auch ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt ihres Landes zu geben. Durch individuelle Betreuung und Unterstützung können viele unserer Mädchen und Jungen entsprechend ihrem Lerntempo und ihren Fähigkeiten lernen und ihre Kompetenzen entwickeln.
Inzwischen gibt es in allen unseren Kinderheimen auch Jugendgruppen, in denen sich unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen treffen, um Aktionen zu planen, die von Recycling über Baumpflanzaktionen bis hinzu Besuchen bei Kindern im Krankenhaus, Spielnachmittage für die Kinder im Nachbardorf oder die Mithilfe im Alten- und Pflegeheim reichen. So wollen wir unser Bildungsprogramm ganzheitlich abrunden und es unseren Kindern und Jugendlichen ermöglichen, auch außerhalb von Schule und Ausbildung wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft zu sammeln.





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