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Monatsarchiv für März 2010

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Haiti-Patenschaft: Helfen Sie langfristig

Das schwere Erdbeben in Haiti traf mit katas trophaler Wucht eines der ärmsten Länder dieser Erde. Es zerstörte innerhalb kürzester Zeit Häuser, Familien und ganze Existenzen. Über 150.000 Tote sind zu beklagen, noch weiß man nicht, wieviele Kinder zu Waisen wurden. Nur eines ist sicher: es wird Jahre dauern, bis sich das Land und seine Bewohner von diesem schweren Schlag erholt haben.

UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN leisten bereits seit 1988 humanitäre Hilfe in Haiti. Mit Einrichtungen wie unserem Kinderdorf, dem großen Kinderkrankenhaus, einem Berufsbildungszentrum, einem Therapiezentrum für Behinderte, den Straßenschulen und mobilen Krankenstationen in den Slums stehen wir den Menschen dort schon seit über 20 Jahren zur Seite. Im Jahr 2009 hat unsere Hilfe rund 75.000 Menschen in Haiti erreicht. Beim Erdbeben wurden unsere Einrichtungen z. T. beschädigt, manche sogar ganz zerstört. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die langfristig unsere Hilfe brauchen, um ein Vielfaches gestiegen.

Mit der Übernahme einer Patenschaft fördern Sie den Wiederaufbau und den Ausbau unserer Hilfsprojekte in Haiti.

Wiederaufbau / Ausbau / Reparaturen

Mithilfe der Patenbeiträge schaffen wir neue Heimplätze, um weitere Kinder aufnehmen zu können. Außerdem können wir damit Reparaturen durchführen und zerstörte Gebäude wiederaufbauen.

Medizinische Versorgung

Die Haiti-Patenschaft trägt dazu bei, daß wir die Arbeit in unserem Kinderkrankenhaus, den mobilen Krankenstationen in den Slums und unserem Therapiezentrum für behinderte Kinder weiterführen und ausbauen können.

Erziehung und Ausbildung

Es ist wichtig, daß die Kinder in den Kindergarten und zur Schule gehen und eine solide Ausbildung erhalten. Daher liegt uns die Aktion „Schulen für Haiti“ ganz besonders am Herzen.

Helfen Sie den Menschen in Haiti beim Aufbau ihrer Zukunft!

Laden Sie sich alle notwendigen Dokumente zum Abschluß einer Patenschaft herunter. Bitte drucken Sie das Dokument aus und senden Sie uns die notwendigen Informationen per Post zu:
Anmeldung_Haiti-Patenschaft

(Das PDF-Dokument können Sie mit dem kostenlosen Adobe-Reader öffnen. Das Programm können Sie hier herunterladen.)

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Schlagworte: Luna Tinnemann, patenschaft haiti, erdbeben haiti, HAITI Patenschaft, patenschaft für haiti, patenschaft für kind aus haiti, patenschaft mygoodshop, ruben staub, wolfgang kinderhilfswerk mexiko
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Haiti-Update: Aktivitäten für Erdbebenopfer

Mitarbeiter des "Angels of Light"-Programms beim Kochen

Das pädagogische Betreuungsprogramm „Engel des Lichts“ betreut Kinder aus drei Zeltstädten in einem rotierenden System. Verschiedene Teams von „Hermanos Mayores“ (so werden die ehemaligen Bewohner unserer Kinderdörfer genannt) besuchen zehn weitere Camps. Sobald Zelte und Versorgungspakete ankommen, werden sie an unsere „Hermanos Mayores“ verteilt. Insgesamt werden rund 1.500 Kinder von den Teams des Programms betreut. Die Kinder erhalten Frühstück und Mittagessen, ein Teil des Essens und der Milch sind Spenden aus der Dominikanischen Republik. Die zum Kinderdorf gehörende St.Francisville Bäckerei versorgt das „Angels of Light“-Programm täglich mit 4.000 Brötchen. Ab der zweiten Märzwoche wird ein ehemaliger Koch von unserem Kinderdorf zukünftig für die Kinder in den Zeltstädten Mahlzeiten kochen. Unser Ziel ist es, täglich 2.000 Kinder durch diese Maßnahmen versorgen zu können.

"Hermanos Mayores" bei der Koordinierung neuer Hilfslieferungen

Die „Freunde der Erziehungskunst“ aus Karlsruhe haben unsere „Hermanos Mayores“ drei Tage lang in Sachen Traumabewältigung geschult und sie bei ihren Aktivitäten mit den Kindern vor Ort unterstützt.

"Freunde der Erziehungskunst" bei ihrer Arbeit mit den Kindern

Unser Kinderkrankenhaus St. Damien wurde um eine Krankenstation für erwachsene Erdbebenopfer erweitert. Das Geld (577.000 USD) wurde von der USAID (United States Agency For International Developement) gespendet. Unser Krankenhaus wird seit dem Erdbeben vor knapp einem Monat nun als das orthopädische Zentrum Haitis betrachtet.

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Weltfrauentag: Interview mit einer Haitianerin

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März interviewte ein Mitarbeiter von „UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.“ eine Frau aus Haiti, die durch das verheerenden Erdbeben vor knapp einem Monat alleinerziehende Mutter geworden ist. Ihr Mann und einer ihrer drei Söhne starben, ein weiterer Sohn wurde schwer verletzt und befindet sich noch immer in unserem Kinderkrankenhaus in Tabarre. In dem Interview vom 1. März spricht Rosana über die neue Situation und die Zukunftsperspektiven ihrer Familie nach der schrecklichen Tragödie.

Rosana Valery und ihr Sohn Rubens

Bis zur Erdbebenskatastrophe am 12. Januar lebte Rosana Valery,  geboren im Jahr 1970, unbeschwert mit ihrer Familie (der Mann und die drei Söhne) im Stadtbezirk Karrfour, südwestlich von Port-au-Prince. Sie beschrieb die Zeit vor dem Erdbeben als zufrieden. „obwohl wir mit knappen Mitteln über die Runde kamen, hatte ich wenigstens eine Familie, das Lächeln meiner Kinder und die Aufmerksamkeit meines Mannes“. 

Innerhalb der Familie herrschte eine mehr oder weniger traditionelle Rollenverteilung. Es lag nicht daran, dass der Mann ihr diese aufzwang, es hat sich mit der Realität so ergeben. Sie fand keinen Job. Ihr Mann ging in einer Fabrik arbeiten, und sie kümmerte sich um die Kinder. Sie war auch gern mit ihnen zusammen.

Und dann kam der 12. Januar  

Ich wünsche mir manchmal, ich hätte das nicht erleben müssen, ich wäre lieber gestorben, aber das ist zu egoistisch gedacht“. Durch die Katastrophe, verliert Rosana Valery ihren Mann und einen ihrer drei Söhne. „Die Leichen befinden sich immer noch unter den Trümmern, es war ein gemietetes Haus. Wir können uns heute immer noch nicht von ihnen verabschieden, ich muss meinen Sohn hier im Krankenhaus beistehen, uns fehlen außerdem  die Mitteln dafür.“.

Seit dem 15. Januar steht Rosana ihrem Sohn Rubens Valery im Krankenhaus zur Seite. Rubens verlor die rechte Hand und seine linke Hand ist schwer verletzt, er kann sie nur noch eingeschränkt bewegen. Vor ihrer Ankunft im Saint Damien, (das ist das Krankenhaus von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN im Tabarre) hatten sie erfolglos Hilfe im staatlichen Krankenhaus gesucht. Der jüngere Sohn (Aphnac, 12 Jahre alt) lebt zurzeit mit einer ehemalige Nachbarin in einem Zeltlager im Port-au-Prince. Er kommt mit der neuen Situation noch nicht klar.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Perspektivlosigkeit ist allgegenwärtig. Ich versuche so gut ich kann für ihn da zu sein, ich will ihn ermutigen und weiß gleichzeitig, dass meine Wünsche nur begrenzt in Erfüllung gehen können. Wir waren auf das Einkommen meines Mannes angewiesen. Er war der Ernährer der Familie. Zurzeit sind wir auf Hilfe von Nachbarn und der NGOs angewiesen.   

Ich mache mir jeden Tag Gedanken darüber, was ich tun kann. Ich bin bereit, jede Arbeit anzunehmen, um meine Kinder zu unterstützen bzw. den Grundbedarf decken zu können  (Nahrung, Kleidung, vielleicht irgendwann ein richtiges Dach über den Kopf).

Meine größte Angst ist, dass mein Sohn auch  seine linke Hand verlieren könnte. Diese befindet sich noch immer in einem kritischen Zustand. Er fragt sich  immer, ob er jemals  wieder schreiben kann. Ihm fehlt sehr die Schule.“

 Was bedeutet es, jetzt ein behindertes Kind zu haben?

„Keine Mutter der Welt wünscht sich in solche Situation zu geraten, es wäre viel leichter für mich, wenn das Kind schon bei der Geburt diese Behinderung gehabt hätte, statt sie erst durch solche Umstände zu erhalten. Die seelischen Schmerzen  sitzen noch tief, sowohl bei mir als auch bei ihm. Manchmal schaffe ich es nicht ihn zu trösten, wenn er seinen Vater vermisst oder die Zeit davor. Dann weint er mehrere Stunden. Früher wollte er Bauingenieur werden, jetzt wünscht er sich nur noch schreiben zu können.

 

Allgemeine Infos zur Rolle der Frau in Haiti:

Es leben durchschnittlich vier bis fünf Kinder in haitianischen Familien. Nicht nur die ökonomischen Umstände begünstigen ein anderes Familienleben hier, auch die kulturellen Hintergründe tragen dazu bei, das klassische Familienbild (Eltern/ Kind) nicht auf die Art und Weise, wie man es in Europa kennt, zu leben. Auch wenn die Großeltern nicht im Haushalt leben, sind andere Familienmitglieder herzlich willkommen. Es gibt  keine erkennbaren traditionellen Trends der Familienführung, es ist ein sehr westlich geprägtes Land. Die Frauen in der Gesellschaft sind sehr emanzipiert, sie widmen sich sowohl der Kinderbetreuung als auch jeglichen Unternehmungen, um die Ernährung der Familie sicherzustellen. Jedoch, wage ich gleichzeitig von einer Gleichberechtigung zu sprechen, da die Durchsetzung von solchen Rechten mit starken staatlichen Institutionen gebunden ist.

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Hilfe für Haiti – Transporte, die Leben retten

Rail Cargo Austria (RCA) organisiert Hilfstransporte von Europa nach Haiti. Das Unternehmen 3M und Hilfsorganisationen UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. und Human Plus stellen die lebensnotwendigen Güter zur Verfügung

Wien (OTS) – Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat mit Haiti eines der ärmsten Länder der Welt getroffen. Neben der schwachen Wirtschaft litt das Land auch unter einer instabilen politischen Lage mit zahlreichen Unruhen. Es gibt bereits 220.000 Tote, 250.000 Verletzte, insgesamt sind drei Millionen Menschen von den Auswirkungen des Bebens betroffen. In Haiti stehen Helfer vor einer Katastrophe bislang unbekannten Ausmaßes, da eine ganze Region zerstört worden ist. Der Wiederaufbau von zerstörten Straßen, Krankenhäusern, der Wasser- und Hygiene-Versorgung wird nach Expertenschätzungen noch Jahre dauern. “Die Katastrophe war nicht nur Mitte Jänner, sie war gestern, ist heute und wird morgen sein” erklärt Karl Pumper – Projektleiter dieses Hilfsprojektes von der ÖBB-Infrastruktur AG in Bezug auf die immer geringer werdende Spendenbereitschaft und Medienpräsenz.

Besonders schwierig wird die Situation ab April. Wenn die Regenzeit einsetzt, sind Zelte und Sanitäranlagen lebensnotwendig. “Haiti ist besonders jetzt auf unsere Hilfe angewiesen. Es fehlt an medizinischer Ausrüstung, Zelten und Kinderbekleidung. In unserem Kinderkrankenhaus St. Damien wird täglich operiert – viele Babys kommen zu früh zur Welt. Als Hilfsorganisation sind wir auf die Unterstützung und das Know how von Unternehmen wie Rail Cargo Austria (RCA) und 3M angewiesen”, erklärt Wolfgang Martinek von der Hilfsorganisation “Unsere kleinen Brüder und Schwestern”, die seit 22 Jahren in Haiti tätig sind.

AmCham Austria

Die Amerikanische Handelskammer in Österreich hat angesichts dieser menschlichen Tragödie am 28. Jänner 2010 einen Spendenaufruf an ihre Mitgliedsfirmen versandt. Schnell entwickelte sich AmCham Austria zur Drehscheibe zwischen Hilfsorganisationen und Spendern. Gemeinsame Netzwerke konnten rasch und effizient genutzt werden, um direkt zwischen Hilfsanfragen und Hilfsangeboten zu vermitteln.

Allen voran konnten die RCA und 3M als großzügige Warenspender sowie für die Übernahme der gesamten Transport- und Logistikkosten gewonnen werden. Nur durch gute soziale Verbindungen war es möglich dieses Projekt rasch und effizient zu realisieren. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung vor Ort wurden die beiden Hilfsorganisationen “Unsere kleinen Brüder und Schwestern” und “Human Plus” als Partner ausgewählt, die einen großen Teil der Warenspenden gesammelt und koordiniert haben sowie die Feinverteilung vor Ort übernehmen. “Das Hauptkriterium für den Erfolg, war die gute Kooperation aller beteiligten Unternehmen, Organisationen und Personen. Sie haben ihr Wissen und ihre Kampagnen gebündelt, um durch ein abgestimmtes Leistungsangebot diese Hilfsaktion gemeinsam so rasch und dynamisch durchzuführen.” erklärte Daniela Tröster von der Amerikanischen Handelskammer in Österreich.

RCA – Transport-Hilfe aus Österreich

Es fehlen tonnenweise Hilfsgüter wie beispielsweise Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente, Decken und Zelte. RCA hat sich nach Anfrage bereit erklärt, rasch und kostenlos Containertransporte dieser dringend benötigten Hilfsgüter aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zu übernehmen. “Trotz der katastrophalen Infrastruktur-, Logistik- und Transportsituation in Haiti hat es RCA binnen kürzester Zeit geschafft, eine Transportkette von Wien nach Haiti zu knüpfen.
“Ich hoffe, dass wir damit einen Beitrag zur Linderung der Not in Haiti leisten”, erklärte RCA-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt bei der feierlichen Verabschiedung der Hilfsgüter aus dem Hafen Freudenau.

Die Ermittlung der optimalen Transportroute und die Abwicklung der Transporte übernahm die RCA-Tochter Express-Interfracht. Die Anforderungen waren enorm – so änderten sich fast täglich die Ansprechpartner, Häfen wurden wieder geschlossen, Hubschrauber zurückgezogen, Lkw Transporte genehmigt, dann wieder storniert. Express-Interfracht musste sehr flexibel auf die permanenten Veränderungen im Rahmen der Feinverteilung vor Ort reagieren. Unter den insgesamt 62 Tonnen mit einem Warenwert von rund einer Million Euro sind Produkte wie Babynahrung, Zelte, Decken, Textilien, Plastikplanen, Rollstühle, Nexcare Pflaster, Wundauflagen und Soforthilfe-Sets, 3M Operationsmasken, -mäntel und sterile Abdeckungen, 3M Feinstaubmasken sowie diverse Produkte für den schulischen Bedarf. Das Unternehmen Wiencont Management spendet zudem einen 20ft Container, der in Haiti als Lager verwendet wird.

3M hilft Erdbebenopfern rasch und unbürokratisch

Der weltweit tätige, amerikanische Multi-Technologiekonzern 3M hat insgesamt schon Sachspenden im Wert von über 1 Mio. Dollar nach Haiti gesendet. Auch die MitarbeiterInnen haben weit über 100.000 Dollar gesammelt, die von der 3M Foundation verdoppelt wurden. 3M Österreich unterstützt die Erdbebenopfer von Haiti zusätzlich mit Sachspenden im Gesamtwert von über 35.000 Euro. Bei der Verabschiedung im Freudenauer Hafen fasste Felix Thun-Hohenstein, Managing Director von 3M in Österreich und der Schweiz zusammen: “3M achtet darauf, durch Partnerschaftensicherzustellen, dass die Spenden ihr Ziel erreichen und sinnvoll eingesetzt werden. Wir freuen uns daher, auch in Österreich gute Partner gefunden zu haben, die dies garantieren.”
Die Spenden werden mit Hilfe der Kooperationspartner AmCham und RCA dem Kinderhilfswerk “Unsere kleinen Brüder und Schwestern” übergeben, die bereits seit 1988 in Haiti humanitäre Hilfe leisten. Die Hilfsgüter werden deren Kinderkrankenhaus, Therapie- und Rehabilitationseinrichtungen sowie deren Kinderdorf mit angeschlossener Schule zugutekommen.

Transportkette Wien-Haiti

  • Abholung der Hilfsgüter aus Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich nach Wien (Wien Freudenau)
  • Bahntransport Wien – Hamburg
  • Verschiffung Hamburg – Caucedo (Dom. Rep / Containerhafen Rio Haina)
  • Transitzollbehandlung und Umschlag in Caucedo durch ein lokales Logistikunternehmen im RCA-Auftrag
  • Teilweise Weiterleitung an Distributionspunkte lokaler Hilfsorganisationen in der Dom. Republik
  • Teilweise Weiterleitung nach Port-au-Prince, wo ein Helikopterteam die Feinverteilung übernimmt
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Schlagworte: spedition blog transport, spende fracht in die dom rep, unsere kleinen brüder und schwestern österreich haiti
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Erdbeben in Chile war auch im Kinderdorf in Peru zu spüren

Das schwere Erdbeben in Chile hat auch leichte Beben in Peru ausgelöst. Unser neues noch im Bau befindliches Heimgelände in der Stadt San Vincente de Cañete liegt in der Küstenregion, aber einige Kilometer vom Strand entfernt. Eine Bedrohung durch den Tsunami bestand daher nicht. Die Stadt Lunahuaná, in der unsere Kinder derzeit noch leben, liegt etwa eine Autostunde von der Küste entfernt in den Bergen. In der Region Ica, die südlich an den Verwaltungsbezirk grenzt, in dem sich unser Kinderheim befindet, wurden leichte Beben registriert. Den Kindern geht es gut. Verletzte oder Schäden hat es in unserem Kinderheim keine gegeben.

Unsere Kinder und Mitarbeiter erinnern sich noch sehr genau an das Erdbeben in Peru vor zweieinhalb Jahren. Im August 2007 wurde Peru von einem heftigen Erdbeben der Stärke 8.0 auf der Richterskala erschüttert, bei dem mehr als 500 Menschen ihr Leben verloren. Der Andenstaat befindet sich geografisch im so genannten “Ring of Fire” des Pazifischen Ozeans, in dem sich 85 Prozent der weltweiten seismischen Aktivitäten abspielen.

Das Erdbeben im Jahre 2007 richtete auch in der Stadt Lunahuaná, in der sich unser Kinderheim befindet, großen Schaden an. Viele öffentliche Gebäude und private Wohnungen wurden völlig zerstört. UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. unterstütze arme  Familien in Lunahuaná beim Wiederaufbau und baute Behelfsklassenräume für die 590 Schüler der Gemeinde, da die Schule seit dem Erdbeben Einsturz gefährdet ist und nicht mehr genutzt werden kann.

Unsere Kinder und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, um im Katastrophenfall eine Evakuierung der Gebäude schnellstmöglich durchführen zu können. Jedes Beben weckt die Erinnerungen und Ängste and die Katastrophe vor einigen Jahren und verunsichert Kinder sowie Mitarbeiter vor Ort.

Verständlicherweise verlassen die Menschen in den betroffenen Gebieten auch bei leichten Beben ihr Haus. Sie kampieren im Freien aus Angst vor weiteren und stärkeren Beben. Bei stärkeren Erdstößen schlafen unsere Kinder und Mitarbeiter gemeinsam im Speisessaal, der aus Bambusmatten gefertigt ist und daher keine Gefährdung darstellt.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an häufige leichte Beben, aber die Angst vor neuen und stärkeren Beben lässt sich nie ganz aus dem Alltag verdrängen.

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Schlagworte: Leben mit Kindern in Chile
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