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Monatsarchiv für Februar 2010

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Begleitung eines Hilfstransports nach Haiti

Am 13. Februar 2010 begleitete ich einen der vielen Hilfstransporte aus der Dominikanischen Republik ins haitianische Krankenhaus St. Damien in Tabarre. Im folgenden ein Abriss meiner Erlebnisse.

Der Konvoi nach Haiti startet pünktlich um Mitternacht vom Heim von „Unsere Kleinen Brüder und Schwestern“ in der Dominikanischen Republik.

Abfahrt des Hilfstransports um Mitternacht in der Dominikanischen Republik

Abfahrt des Hilfstransports um Mitternacht in der Dominikanischen Republik

Er besteht aus einem Bus, der mit Hilfsgütern und einer kleineren Gruppe von Amerikanern beladen ist, die gekommen sind um vor Ort zu helfen. Weiterhin dabei sind 2 Pickup-Trucks, die u.a. medizinisches Gerät liefern und in Haiti verbleiben werden, um dort wichtige Transporte zu erledigen. Und dann ist da noch der Laster, der bis unter das Dach mit verschiedenen Hilfsgütern (Matratzen, ein Kühlschrank, Babynahrung, Kochsalzlösungen, Thunfischdosen, etc.) beladen ist. Colin, der Fahrer, ist erst vor wenigen Tagen aus San Francisco gekommen. Für 5 Wochen will er hier bleiben und helfen, Güter aus der Dominikanischen Republik nach Haiti zu bringen. Er hatte von meinem Interesse gehört und gefragt ob ich als Kopilot mitkommen möchte. Und hier sind wir nun – zwei „Gringos“, unterwegs auf unbekanntem Terrain, auf mit Schlaglöchern übersäten Straßen.

Tanken in der Dominikanischen Republik vor der Einreise nach Haiti

Tanken in der Dominikanischen Republik vor der Einreise nach Haiti

Im Morgengrauen hält der Konvoi noch auf der dominikanischen Seite um das letzte Mal aufzutanken – zu unsicher wäre es, auf die Verfügbarkeit von Diesel in Haiti zu vertrauen. Gegen 7 Uhr passieren wir die Grenze. Kontrolliert werden wir nur auf der dominikanischen Seite.

Grenzkontrolle bei der Ausreise aus der Dominikanischen Republik nach Haiti

Grenzkontrolle bei der Ausreise aus der Dominikanischen Republik nach Haiti

Dann rollen wir weiter und  treffen inzwischen auf andere Transporte, die in Richtung Port-au-Prince unterwegs sind. Die ganze Szenerie scheint unwirklich: der Staub der unbefestigten Straße hat Bäume weiß eingefärbt, wir passieren einen großen See, der offensichtlich stark angestiegen ist und die Bäume und Gebäude teilweise überschwemmt.

Hilfstransport auf der Fahrt nach Haiti

Hilfstransport auf der Fahrt nach Haiti

Und immer wieder kommen uns in diesem Niemandsland kleinere Gruppen von Haitianern zu Fuß entgegen. Wir überlegen woher sie kommen und wohin sie gehen, aber es bleibt uns ein Rätsel. Später sehen wir ein Fort der UN, die Blauhelme winken uns von einem gepanzerten Fahrzeug aus zu. Auf beiden Seiten der Hauptstraße sehen wir nun in unregelmäßigen Abständen die Zeltstädte, die in den letzten Wochen seit dem Erdbeben aus dem Boden gewachsen sein müssen.

Menschen am Straßenrand auf der Fahrt nach Port-au-Prince.

Menschen am Straßenrand auf der Fahrt nach Port-au-Prince.

Einige der Konstruktionen sind mit Plastikfolien überdeckt, andere lediglich mit Bettlaken. Die Menschen auf der Straße beobachten die durchkommenden Transporte sehr genau. Einige – vor allem Kinder – winken und rufen uns etwas auf kreolisch zu. Andere starren uns nur an und ich kann ihnen die Frustration an den Augen ablesen. Nach 9 Stunden erreichen wir das Krankenhaus St. Damien von „Unsere Kleinen Brüder und Schwestern“ in Tabarre und sind überrascht wie groß es ist und wie organisiert es hier zugeht.

Das Krankenhaus St. Damien in Tabarre, Haiti

Das Krankenhaus St. Damien in Tabarre, Haiti

Um die Gebäude des Hospitals wurden viele Zelte installiert. Überall herrscht ein reges Treiben. Ich sehe Helfer aus der ganzen Welt – Deutsche, Spanier, Amerikaner, Kanadier und viele Italiener. Das Team von LandsAid hat vor dem Krankenhaus ihr Basislager aufgeschlagen. Immer wieder landen große Hubschrauber.

Hubschrauber starten und landen nahe des Krankenhauses St. Damien

Hubschrauber starten und landen nahe des Krankenhauses St. Damien

Der italienische Zivilschutz ist für die öffentliche Sicherheit zuständig und organisiert auch die ankommenden Transporte.

Italienischer Zivilschutz in St. Damien

Italienischer Zivilschutz in St. Damien

Wir stehen in einer Schlange mit anderen Lastwagen und müssen warten, bis wir zur Rampe des großen Lagergebäudes durchgelassen werden. Viele Angestellte helfen nun, die Dinge auszuladen und geordnet im Lager unterzubringen. In diesem Treiben finde ich einen Moment um mich mit Pater Rick Frechette, dem Direktor von „Unsere Kleinen Brüder und Schwestern“ in Haiti, auszutauschen. Alfonso León, ein Mexikaner und Leiter des Outreach-Programmes nimmt mich später in seinem Auto mit und erklärt mir die momentan größten Probleme, die Organisation vor Ort, die Verteilung der Hilfsgüter, etc.

Ausladen des Hilfstransports in St. Damien

Ausladen des Hilfstransports in St. Damien

Auch finde ich noch die Zeit mir das Krankenhaus genauer anzuschauen. Ich sehe viele Menschen mit amputierten Gliedmaßen, werde in einen Saal geführt, in dem Mütter mit ihren Neugeborenen untergebracht sind. Welch schöner, wenn auch immer noch bedrückender Anblick – das Geschehene ist einfach allgegenwärtig!

Patienten vor dem St. Damien Krankenhaus

Patienten vor dem St. Damien Krankenhaus

Gegen 14:30 Uhr verlassen wir mit unserem leeren Laster St. Damien. Neun lange Stunden Fahrt in die Dominikanische Republik liegen vor uns. Wir müssen die Eindrücke erst noch verarbeiten, sind erschöpft aber gleichzeitig zufrieden. Denn unsere Lieferung ist angekommen und wir wissen, dass die Dinge den Menschen in Haiti helfen.

Diesen Bericht schickte uns Martin Weissgerber.
Er ist als Länderkoordinator für MyGoodShop derzeit in der Dominikanischen Republik und Haiti.

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Unsere Hilfe in Slums, bei Beerdingungen und medizinischer Versorgung

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

St. Lukas Nachbarschafts-Programm

Das St. Lukas Nachbarschaftsprogramm verfolgt vier Schwerpunkte: Bildung für Kinder aus den Slums, würdige Beerdigung für Verstorbene, medizinische Betreuung und die Versorgung der Slums mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser.

Straßenschulen

In den Slums der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince haben Pater Richard Frechette und ehemalige Heimkinder 18 Straßenschulen errichtet. Hier erhalten die Kinder Unterricht, bekommen eine warme Mahlzeit und werden medizinisch versorgt. Insgesamt profitieren mehr als 5.300 haitianische Kinder und Jugendliche von diesem Programm.

Würdige Beerdigung

Täglich fordert die Armut in Haiti viele Menschenleben. Viele werden in Massengräbern verscharrt oder einfach auf der Straße liegen gelassen. Wöchentlich holt Pater Frechette 150 bis 200 Leichen aus der Leichenhalle ab und beerdigt die Toten würdevoll.

St. Lukas Gesundheitszentren

Um den ärmsten der Armen direkte medizinische Versorgung zu gewähren, werden über das St. Lukas Nachbarschaftsprogramm zwei Gesundheitszentren in den Slums von Port-au-Prince betrieben. Außerdem führt das St. Luke Gesundheits-Team regelmäßige Sprechstunden und Notfallbehandlungen an verschiedenen Orten in den Slums durch.

Neu wurde in diesem Jahr ein Zentrum für die medizinische Versorgung von werdenden Müttern eingerichtet.

Versorgung der Slums

Täglich werden knapp 80.000 Liter Wasser durch Tanklastwagen angeliefert. Somit erhalten mehr als 2.500 Familien Zugang zu sauberem Wasser.

Folgen des Erdbebens

Alle Programme der Nachbarschaftshilfe werden so bald wie möglich wieder aufgenommen und auch wieder aufgebaut werden. Das Ausmaß der Zerstörungen ist hier noch nicht abzusehen.

Die Mitarbeiter des St. Lukas Nachbarschaftsprogramms leisten auch direkte Nothilfe nach dem Erdbeben, darunter Bergung von Verschütteten, Beerdigung von Toten, Ausgabe von Trinkwasser und Essen. Außerdem helfen sie beim Betrieb des Krankenhauses maßgeblich mit.

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Unsere speziellen Hilfsprojekte in Haiti vor und nach dem Erdbeben

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

Milchspeisung

In unserem Kinderkrankenhaus St. Damien erhalten die Kinder je nach Ernährungs- und Krankheitszustand bis zu 8-mal täglich vier verschiedene Arten von Milch – mit pflanzlichen Ölen angereicherte Magermilch, mit Eisen angereicherte Sojamilch und zwei therapeutische Milcharten, die besonders bei schwerer Unterernährung eingesetzt werden.

St. John Bosco-Programm – Start in die Unabhängigkeit

In Haiti ist der Kontrast zwischen den Bedingungen im Land und der geschützten Umgebung des Kinderdorfessehr groß. Um die Jugendlichen bestmöglich auf das schwierige Leben vorzubereiten, wurde das „St. John Bosco-Programm“ geschaffen. Das heißt die Jugendlichen leben außerhalb des Kinderheims bei Verwandten oder in Wohngruppen, werden aber weiterhin von uns unterstützt. Sie erhalten Betreuung, ein Stipendium für den Schulbesuch, sowie auch finanzielle Unterstützung für medizinische Ausgaben und zum Teil auch für Lebensmittel und Unterkunft.

Berufsorientierungskurse

Um unseren Schützlingen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, bieten wir Berufsorientierungskurse an. Junge Erwachsene nehmen an diesem Programm teil und können so beispielsweise in Krankenhäusern, Telefongesellschaften, Radiosendern, Mechanikerwerkstätten oder Zimmerbetrieben Berufsluft schnuppern. Dieses Praktikanten-Programm wird auch von haitianischen Betrieben und Organisationen geschätzt.

Francesville

Hier werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Jugendliche aus den Slums und aus unserem Kinderheim geschaffen. Gleichzeitig können wir eine Reihe von Dienstleistungen für unsere Projekte selbst durchführen. Der erste Bauabschnitt ist beinahe beendet und die Ziegelei sowie die Bäckerei haben ihren Betrieb bereits aufgenommen.  Die aktuell fünf Auszubildenden in der Bäckerei sind junge Erwachsene, die im Kinderheim aufgewachsen oder zur Schule gegangen sind.

Bald sollen eine Autowerkstatt, eine Schreinerei, eine Lederwerkstatt, eine Druckerei und eine Werkstatt zur Seifenherstellung folgen.

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Unsere Einrichtungen in Tabarre vor und nach dem Erdbeben

Unsere Einrichtungen in Tabarre

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

“St. Damien”

Kinderkrankenhaus mit 240 Betten, ambulantem Dienst mit Notfallstation, allgemeiner Chirurgie, Pädiatrie mit Intensivpflegestation, Spezialstation für Onkologie, Tuberkulose und AIDS-Kranke. Für die kleinen Patienten wurde ein Klassenzimmer eingerichtet, wo sie lernen und spielen können.

Im Jahr 2009 wurden rund 2.600 stationäre und 27.000 ambulante Behandlungen durchgeführt

“Kay St. Germaine”

Behinderten-Therapiezentrum und Förderschule mit behindertengerechten Therapie- und Klassenräumen, sowie einem Rehabilitations-Schwimmbecken. 80 Kinder besuchen unsere Förderschule und 20 Kinder kommen täglich zur Physiotherapie.

Folgen des Erdbebens

Das Krankenhaus „St. Damien“ und „Kay St. Germaine“ in Tabarre wurden nur leicht beschädigt, die Außenmauer wurde allerdings weitgehend zerstört. Geschätzte Kosten für die Reparaturen: 500.000 Euro.

Der deutsche Arzt Dr. Peter Tinnemann hat in den ersten zwei Wochen die Hilfe im Krankenhaus koordiniert. Von den Angestellten sind bereits ein Drittel wieder im Einsatz, sie werden durch 20 haitianische Freiwillige und internationale Freiwilligenteams unterstützt. Wir gehen davon aus, daß auch viele Angestellte durch das Beben ums Leben gekommen sind oder sich derzeit noch um eigene Angehörige kümmern müssen.

Im Behinderten-Therapiezentrum „Kay St. Germaine“ haben wir umgehend 30 behinderte Kinder aus dem vom Erdbeben stark beschädigten staatlichen Krankenhaus untergebracht.

Kinderkrankenhaus St. Damien

Kinderkrankenhaus St. Damien

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Unsere Einrichtungen in Pétionville vor und nach dem Erdbeben

Einrichtungen in Pétionville

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

Übersicht der Standorte unserer Einrichtungen in Haiti

“Padre Wasson Center”

Zentrum für Therapie, Ausbildung und Verwaltung.

“Kay Eliane”

Tageseinrichtung für behinderte Kinder mit Förderschule und Physiotherapie im „Padre Wasson Center“

Folgen des Erdbebens

Das siebenstöckige „Padre Wasson Center“ wurde durch das Erdbeben außerhalb der Unterrichtszeit komplett zerstört. Einige Mitarbeiter wurden darunter begraben, zwei von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden.

Durch diese Türen gingen Zehntausende Hilfesuchende in den letzten 15 Jahren. Das Erdbeben setzte ein furchtbares Ende.

Padre Wasson Center vor dem Erdbeben

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Mit Schulen Armut bekämpfen

Haiti Bis Ende 2009 hatten wir 18 Schulen in den Elendsvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince eingerichtet. In ihnen wurden mehr als 5.000 Kinder unterrichtet.

Seit Ende des Jahres konnten wir auch allen Schülern eine warme Mahlzeit geben – für die meisten war dies oft das einzige Essen am Tag.

Durch das verheerende Erdbeben am 12. Januar 2010 wurde ca. die Hälfte der Schulen zerstört. Wieviele Schüler überlebt haben, ist derzeit noch nicht bekannt. Wir arbeiten daran die zerstörten Einrichtungen schnellst möglich wieder aufzubauen. Unser Ziel ist es sobald als möglich den Zustand vor dem Erdbeben zu erreichen, um unsere Arbeit zum Wohle der Kinder in Haiti weiter fortführen zu können.

Große Hilfe für die Ärmsten der Armen sind unser Kinderkrankenhaus St. Damien und die Krankenstationen in den Elendsvierteln. Das Kinderkrankenhaus wurde durch das Erdbeben nicht zerstört. Die Krankenstationen in den Elendsvierteln werden zur Zeit soweit möglich wieder eingerichtet.

Im Jahre 2009 haben wir insgesamt ca. 57.000 Kinder behandelt.

Dringend benötigte Hilfe für Haiti können Sie über unseren Online-Spenden-Shop direkt, transparent und sicher spenden.

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Hollywood unterstützt Haiti

Neufassung von „We are the world“ soll beim Wiederaufbau in Haiti helfen

von links: Sean Penn, Paul Haggis

von links: Sean Penn, Paul Haggis

Port-au-Prince/Karlsruhe. Der Schauspieler Sean Penn und Oskar-Preisträger Paul Haggis besuchten Ende Januar Haiti, um sich ein Bild von den Zerstörungen durch das Erdbeben zu machen. Bei dieser Gelegenheit brachten die beiden Hollywoodgrößen Gehhilfen für die vielen amputierten Menschen mit. Bei Pater Richard Frechette, dem nationalen Direktor des Kinderhilfswerks „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“, informierten sie sich über den weiteren Bedarf der Menschen vor Ort.

von links: Sean Penn, Paul Haggis, Father Rick Frechette

von links: Sean Penn, Paul Haggis, Pater Rick Frechette

Heute Abend wird im Rahmen der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Vancouver über NBC die Weltpremiere einer Neufassung des Benefizsongs „We are the World“ ausgestrahlt. Zahlreiche Künstler hatten sich zusammengefunden, um eine moderne Version des Songs unter dem Titel „We are the world 25 for Haiti“ zu erstellen. Regisseur und Drehbuchautor Paul Haggis hatte die Aufnahmen gefilmt und mit Szenen aus Haiti ein Begleitvideo erstellt. Nach der Weltpremiere können die Fans sowohl den Song, als auch das Video per Internet downloaden und eine Spende tätigen. Die Erlöse sind für die haitianische Erdbebenhilfe und den Wiederaufbau in Haiti bestimmt.

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Zweite Hilfswelle – Zelte und Rollstühle dringend benötigt

Nach den vielen Amputationen in den letzten Wochen erreicht jetzt eine zweite Welle von Hilfsbedürftigen das Krankenhaus St. Damien. Viele Menschen benötigen Nachbehandlungen ihrer Wunden und Amputationen.  Gleichzeitig kommen viele Obdachlose auf der Suche nach einer Unterkunft in das Krankenhaus.

Der Nationaldirektor von UNSERE KLEINENBRÜDER UND SCHWESTERN in Haiti Pater Richard Frechette berichtet in einem Fernsehinterview von der aktuellen Situation:

Viele Menschen sind Obdachlos. Sie suchen nach einer Bleibe. Im Park vor dem Gebäude sieht man nun viele verwundete Eltern, die ihre verwundeten Kinder im Arm halten. [...] Für diese Menschen wird das Leben im ohnehin schon schwierigen Haiti noch härter. Hilfe für Behinderte wie wir sie gewohnt sind, gibt es nicht.

Neben der Hilfe im Krankenhaus werden Beerdingungen der Toten durchgeführt. Leichen werden in den Straßen abgeholt und traditionell haitianisch beerdigt.

Weiterhin dringend benötigt werden Zelte zur  Unterbringung kleiner Familien und große Zelte, um weitere Kinder im Kinderheim aufnehmen zu können.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Haiti weiterhin mit Spenden

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Das gesamte Interview mit Pater Richard Frechette können Sie hier anschauen:

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Daniel Schuhmacher setzt sich für Erdbebenopfer ein

Der Gewinner der sechsten „Deutschland sucht den Superstar“ Staffel Daniel Schuhmacher engagiert sich für die Erdbebenopfer in Haiti.

“Natürlich hat man über das Erdbeben und seine furchtbaren Auswirkungen für die Menschen auf Haiti in den letzten Wochen viel gesehen und gelesen. Aber das Gespräch mit Mitarbeitern der Hilfsorganisation UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V. beim Benefizkonzert in Köln hat mir erst richtig die Augen geöffnet, wie entsetzlich die Zustände dort sind und wie viel Hilfe noch benötigt wird. Aus dem Grund habe ich spontan beschlossen, zusammen mit S-I-D-S eine Spendenaktion zu starten und  hoffe, dass meine Fans, die mir immer so treu zur Seite stehen, auch für diese wichtige Sache ihre volle Unterstützung zeigen”, sagt Schuhmacher.

S-I-D-S ist ein Zusammenschluss von Fans, die sich für Daniel Schuhmacher engagieren.

Der 22-jährige hatte am 2. Februar zusammen mit 19 anderen Sängern, Bands und Comedians an einem Benefizkonzert zugunsten der Kampagne „Schulen für Haiti“ teilgenommen. Alle Künstler hatten dabei auf ihre Gagen verzichtet, der Guten Sache willen. Einige Künstler, darunter Schuhmacher, spendeten zudem persönliche Gegenstände, die demnächst in einer Online-Auktion versteigert werden sollen.

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Stichwort: SIDS Haiti

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Zuhause im jüngsten Kinderdorf

Bolivien Auch in unserem “jüngsten” Kinderdorf in Bolivien wird eifrig gebaut, um mehr Kindern ein sicheres und liebevolles Zuhause geben zu können. Mitte des Jahres haben wir mit dem Bau von zwei weiteren Häusern begonnen.

Außerdem haben wir erste Schritte im Bereich der Selbstversorgung unternommen: eigene Milch und Eier wurden bereits produziert.

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